Donnerstag22. Januar 2026

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Regelrechte Kostenexplosion

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LUXEMBURG - Der Erdrutsch an der Deponie in Monnerich vergangene Woche hat am Mittwoch das Parlament beschäftigt. Die Kosten für die Bauschuttentsorgung haben sich verdoppelt.

Für eine Baustelle in seiner Gemeinde sei über’s Wochenende der Entsorgungspreis pro Kubikmeter Bauschutt von 14 auf 37 Euro explodiert, beklagte sich in einer Dringlichkeitsanfrage Michel Wolter (CSV). Die Regierung müsse nach dem Erdrutsch und der Schließung der Deponie in Monnerich in der Nacht zum vergangenen Freitag eine schnelle Lösung zur Entsorgung von Bauschutt im Süden des Landes finden ansonsten der Bausektor riskiere, massiv einzubrechen.

Die Situation in Sachen Bauschutt sei schon seit langem prekär, konterte Umweltministerin Carole Dieschbourg. Sie sprach von „einer Erbschaft der vorigen Minister“ (Wiseler und Schank). Luxemburg produziere enorme Mengen an Bauschutt und man müsse sich Fragen über die Baupraxis im Land stellen. Es sei richtig, dass man eine schnelle Lösung finden müsse, bestätigte die Ministerin. Die Regierung befinde sich deshalb in aktiven Gesprächen um eine in Sassenheim geplante Deponie, deren Planung sich aber erst in der Anfangsphase befinde, 6 bis 12 Monate testweise zu öffnen. „Dies wenn alle damit einverstanden sind“, wie sie betont. Man diskutiere aber nicht nur die zwei Lösungen in Sassenheim (und Strassen), man habe auch seine Augen und Ohren geöffnet, um in Zukunft eine ähnliche Situation zu vermeiden.

Was die Sperrung der Straße Monnerich-Esch/Alzette angeht, so sind die „Ponts & Chaussées“ nach Aussage von Infrastrukturminister François Bausch dabei, an einer schnellen Lösung zu arbeiten.

Genereller Handlungsbedarf

Laut Handwerkerföderation besteht in der Bauschuttfrage genereller Handlungsbedarf. «Von den 15 Deponien, die nötig wären, um den Bauschutt ohne übertriebene Transportwege zu entsorgen, sind lediglich 8-10 Deponien in Betrieb», so die Föderation am Mittwoch. Falle eine Deponie aus, habe das dramatische Folgen auf den Baubetrieb.

Der Handwerkerföderation zufolge müsse im Interesse der Bauherren und auch der Unternehmen in den nächsten Tagen eine Lösung gefunden werden. Einen monatelangen Stillstand hält der Handwerkerverband für nicht tragbar, heißt es.