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REEL 2010: Unter politischen Vorzeichen

REEL 2010: Unter politischen Vorzeichen

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Kontakte zur Welt der Unternehmen knüpfen, Austausch unter den Studenten fördern, den politischen Akteuren die Sorgen der Studierenden vortragen: für all das steht die „Réunion européenne des étudiants luxembourgeois“ (REEL). Die diesjährige Auflage in Zürich steht unter dem Zeichen der Neuordnung der Studienhilfen.

Thierry Klein

Zürich – Die größte Stadt der Schweiz beherbergt nach 1986 und 2000 zum dritten Mal die Zusammenkunft von Studenten, Politikern und Wirtschaftsmanagern.

Der erste Tag des Treffens bietet Gelegenheit zu Workshops der „Association des cercles d’étudiants luxembourgeois“ (ACEL) und der Plenarsitzung der ACEL im Campus der Eidgenössischen Technischen Hochschule (ETH). Am nächsten Tag, einem Freitag, kommt es zur „journée de rencontres“ und zur Besichtigung der Sehenswürdigkeiten Zürichs. Der Samstag ist dann wieder etwas sachlicher mit den Debatten zwischen den anwesenden Ministern François Biltgen (Hochschulwesen und Forschung), Mady Delvaux-Stehres (Erziehung und Berufsausbildung) sowie Nicolas Schmit (Arbeit und Immigration) und Studenten.
Der Sonntag ist dann Wanderungen und sonstigen Freizeitaktivitäten gewidmet.

„Das Wesentliche der REEL liegt in der Fähigkeit, einen regen Austausch zwischen den Luxemburger Studenten, von denen die meisten im Ausland studieren, und der Gesellschaft herzustellen“, sagte Jules Petit, Präsident der REEL 2010, am Freitag einleitend. Leitmotiv der REEL wird die grundsätzliche Frage sein: „Enfin diplômé(e), seulement où aller?“. Junge Uni-Absolventen können einerseits nach Luxemburg zurückkehren und Karriere machen, andererseits aber auch im Ausland bleiben und sich dort in der Berufswelt durchsetzen, so Jules Petit weiter. Man müsse allerdings aufpassen, sich nicht in der Fülle der Angebote zu verlieren.

Studienbeihilfen: Ungenügend konsultiert

Kritisch äußerte sich die ACEL zu den von der Regierung beschlossenen Veränderungen bei den Studienhilfen: „Wir sind nicht zufrieden damit, wie das Ganze abgelaufen ist. Die Studenten sind zu wenig zu den Konsultationen herbeigezogen worden“, sagte Laurent Eischer vom ACEL-Komitee. Wegen des Wegfalls des Kindergeldes und sonstiger Prämien müssten viele Studierende einen herben Verlust hinnehmen bezüglich der vom Staat erhaltenen Gelder, für die keine Rückzahlungsverpflichtung bestand. Die Studentenvertreter sind gewillt, vor den politischen Entscheidungsträgern ihre Meinung über das Paket kundzutun.
Auch der 1999 von 29 europäischen Ländern unterzeichnete und zum Teil immer noch schleppende Bologna-Prozess, der einen gemeinsamen Raum für Hochschulstudien schaffen soll, dürfte Thema einer hochpolitischen REEL sein.