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Radiographie einer Bevölkerung

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LUXEMBURG - Statec und Uni Lëtzebuerg haben die Ergebnisse der letzten großen Volkszählung 2011 nun zu einem Band zusammengefasst.

Eine Fülle an Informationen haben die Forscher aus der großen Volkszählung von 2011 gewonnen. Ergebnisse und Schlussfolgerungen haben Mitarbeiter von Statec und der Uni Lëtzebuerg jetzt einem umfangreichen Werk* zusammengefasst. Weitere themenbezogene wissenschaftliche Arbeiten sollen in den Jahren 2014 und 2015 folgen. Das Werk befasst sich u.a. mit der Entwicklung der Bevölkerung, mit der Migration, dem Sprachengebrauch, der Wohnungsproblematik, mit der Schul- und Berufswelt.

Zwischen den beiden großen Volkszählungen 2001 und 2011 wuchs die Bevölkerung um jährlich 1,5 Prozent. Das ist eine der höchsten Raten in der Geschichte des Landes. 43 Prozent der Bevölkerung waren 2011 Nicht-Luxemburger. 59,8 Prozent waren in Luxemburg geboren, die anderen waren zugezogen. Stark zugenommen hat auch die Zahl der anwesenden Nationalitäten. Lebten 2001 in Luxemburg-Stadt Menschen von 117 Nationalitäten waren es 2011 bereits 155 verschiedene Staatsbürgerschaften.

70,5 Prozent benutzen das Luxemburgisch im Alltag

Weitere interessante Feststellung aus der landesweiten Befragung: 70,5 Prozent der Bevölkerung benutzen das Luxemburgische auf der Arbeit, in der Schule oder zuhause. Folgen an zweiter bzw. dritter Stelle das Französische mit 55,7 Prozent und das Deutsche mit 30,6 Prozent. Ihre Hauptsprache sei Luxemburgisch gaben 55,8 Prozent der Bewohner an, 15,7 Prozent entschieden sich für das Portugiesische und 12,1 Prozent für das Französische.

Diese Zahlen variieren sehr stark nach Gemeinden. So war das Luxemburgische mit 83,9 Prozent in Consthum die am häufigsten genannte Hauptsprache. In Luxemburg-Stadt fiel dieser Wert auf 35,2 Prozent. Das Portugiesische als Hauptsprache dominierte mit 43,4 Prozent in Larochette, während in Neunhausen nur 2,4 Prozent portugiesisch als Hauptsprache benutzen. Französisch als Hauptsprache wurde am häufigsten in Rambrouch (24,2 Prozent) genannt, am wenigsten in Bettendorf (2,5 Prozent).

Dass Luxemburg ein Land von Wohnungs- und Hauseigentümern ist, ist bekannt. Laut Volkszählung von 2011 waren 69 Prozent der Haushalte Eigentümer, 2,7 Prozent wohnten unentgeltlich und 28,3 Prozent zahlten Miete. Die durchschnittliche Wohnfläche betrug 129,9 Quadratmeter.

*La société luxembourgeoise dans le miroir du recensement de la population. S. Allegrezza, F. Fehlen, D. Ferring, A. Heinz, F. Peltier, G. Thill, H. Willems, P. Zahlen.