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Positiver Blick in die Zukunft

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LUXEMBURG - Am Mittwochabend wurde der neue Süd-Flügel des Einkaufszentrums "Belle Etoile" feierlich eröffnet. 35 neue Geschäfte sind im neuen Flügel entstanden.

Als das Einkaufszentrum „Belle Etoile“ am 3. Juli 1974 auf der „grünen Wiese“ vor den Toren der Hauptstadt seine Türen öffnete, glaubten viele Luxemburger an den Anfang amerikanischer Verhältnisse. Die vierte Erweiterung des Zentrums, die am Mittwochabend gefeiert wurde, ist wiederum eine kommerzielle Revolution, ein Wandel der Einkaufsgewohnheiten.

«Et war esou ëm d’Päischten, ’t stoung alles an der Bléi.“ Der Direktor und Verwalter der Cactus-Gruppe, Laurent Schonckert, hielt sich an Michel Rodange und dessen „Rénert“, als er die vielen Ehrengäste begrüßte, die sich zur vierten Erweiterung der „Belle Etoile“ eingefunden hatten. „Déi nei Belle Etoile“ soll ab heute neue Maßstäbe in der Einkaufswelt setzen.

Drittgrößter privater Arbeitgeber

Mit Wirtschaftsminister Etienne Schneider und Mittelstandsministerin Françoise Hetto-Gaasch hatten sich gleich zwei Regierungsmitglieder eingefunden, um zusammen mit dem drittgrößten Privatarbeitgeber des Landes einen wichtigen Schritt in die Zukunft zu machen. Nicht weniger als 50 Millionen Euro hat der Unternehmer in die Vergrößerung seiner wichtigsten Niederlassung investiert und damit nicht zuletzt sein Vertrauen in die Zukunft dokumentiert.

„De Commerce ass a bleift e wichtege Pilier vun onser Economie“, sagte Schonckert mit Verweis auf die 7.400 Betriebe, die rund 50.000 Beschäftigte zählen und somit den Beweis erbringen, dass Luxemburg nicht nur ein Bankenplatz ist, sondern noch viele andere Angestellte „mat hirem deeglechen Asaz ganz vill zum Wuelstand von onsem Land bäidroen“.

„Vergessen Sie das Potenzial des Mittelstandes nicht, wenn Sie auf Wirtschaftsmission nach China, Indien und in die Türkei fahren“, mahnte der Unternehmenschef und verwies darauf, dass die Unternehmensgruppe dem Wunsch Rechnung trägt, den der Wirtschaftsminister auf der Frühjahrsmesse äußerte. „Wir beteiligen uns mit hohen privaten Investitionen an den Bemühungen, in Luxemburg wieder für ein gesundes wirtschaftliches Wachstum zu sorgen“, sagte Laurent Schonckert.

Ohne Störung für den Kunden

Drei Jahre Bauzeit waren notwendig, um die „Belle Etoile“ 40 Jahre nach ihrer Eröffnung wieder fit für die Zukunft zu machen. Drei Jahre Bauzeit, die von Meisterhand geführt wurden, ohne den Tagesablauf des Geschäftszentrums zu stören oder den Komfort der Kunden zu beeinträchtigen. Das Projekt macht „Déi nei Belle Etoile“ mit 105 Geschäften, davon 35 neue, zum größten überdachten Einkaufszentrum der Region.

Visionen, unternehmerischer Mut und sehr viel Begeisterung bildeten Paul Leeschs Leitmotiv, als er 1974 die „Belle Etoile“ auf dem Tossenberg eröffnete, genau dort, wo bereits die Römer vor 2.000 Jahren auf ihrer Handelsstraße von Reims nach Trier Halt machten.

Auch seine Nachfolger haben noch immer eine Vision: Die Eröffnung des neuen Südflügels, gekoppelt an ein neues Logo, soll auch einen neuen Weg aufzeichnen. Einerseits ist die Gesellschaft hierzulande in den vergangenen 40 Jahren viel „multikultureller“ geworden, andererseits leben hierzulande immer weniger Großfamilien und immer mehr kleine Haushalte, die anders kochen, leben und einkaufen als vor 40 Jahren.

Neue Wege für eine andere Gesellschaft

Mit großen Namen aus der Textilbranche wie Zara, Cassis oder Comma, mit Zweigstellen alteingesessener heimischer Geschäfte wie Tapis Hertz und der Maroquinerie du Passage soll eine neue Dynamik entstehen. Der neue und der alte Teil des Einkaufszentrums mussten deshalb nahtlos ineinander übergehen.

Die neue, 2.800 Quadratmeter große Ausstellungsfläche bietet zusätzlichen Platz für Ausstellungen und Veranstaltungen.

Das stellt sie ab heute und bis Samstag quasi nonstop unter Beweis. So gibt „Déi nei Belle Etoile“ heute den ganzen Tag über Kuchen und Sekt aus und organisiert jede Menge Gewinnspiele. Um 13.30 Uhr treten die „Muselfénkelcher“ zu einem ersten Konzert an.

Drei Tage lang Spiel und Spaß

Am Freitag sind alle 105 Geschäfte des Einkaufszentrums bis Mitternacht geöffnet. Programmiert sind außerdem ab 12 Uhr alle halbe Stunde eine Samba-Show, ab 14.30 Uhr vier Auftritte der Fada’s Family und um 20 Uhr die Providers.

Das hauptstädtische Konservatorium ist ab 18 Uhr mit drei Konzerten präsent. Als Erstes tritt der Jugendchor auf, dann kommt die Marching Band und schlussendlich das Combo-Jazz-Ensemble.

Am Samstag sind ab 9 Uhr wiederum eine Reihe Shows und Spiele programmiert, darunter um 11 Uhr ein Apéro-Konzert der „La Lyre“ von Godbringen. Die „Fanfare Strassen“ spielt um 15.45 Uhr auf.