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LUXEMBURG - Vorschläge mit Kosteneinspar-Potenzial hat die Patiente Vertriedung den Parteien vorgelegt. Ihre Wünsche richten sich an die zukünftige Regierung.

Ganz neu sind die Forderungen der Patiente Vertriedung nicht, die sie am Mittwochmorgen vorlegte, dennoch dürften sie Kranke und Gesunde auch weiterhin interessieren. Warum muss der Patient in einem Zimmer 1. Klasse einen Zuschlag von 66 Prozent beim Arzthonorar zahlen, warum wird ein Rendezvous bei sogenannten persönlichen Ansprüchen zusätzlich verrechnet? Nur zwei Fragen, für die es laut Patiente Vertriedung keine schlüssige Antwort gibt. So forderte sie am Mittwoch erneut die Abschaffung dieser beiden Zuschläge. Dabei sind das nur zwei Forderungen aus dem 25-Punkte-Katalog, den sie der zukünftigen Regierung vorlegen will.

Ganz oben auf der Wunschliste steht die Schaffung einer neutralen und unabhängigen Beratungsstelle. Das Gesetzprojekt über Patientenrechte sieht eine dem Gesundheitsministerium untergeordnete Instanz vor. Die Patiente Vertriedung spricht in diesem Zusammenhang von einer zentralen Anlaufstelle (guichet unique), wo der Patient in allen Fragen der sozialen Sicherheit informiert und beraten wird. Gleichzeitig sollten die Patienten im Fall von medizinischen Fehlleistungen durch Mitarbeiter der Gesundheitskasse beraten und unterstützt werden. Eine Schlichtungsstelle sollte Streitfälle zwischen Patienten und Arzt regeln, wobei auf ein externes Expertenteam zurückgegriffen werden kann.

Tarifdschungel beim privaten Krankentransport

Eine bessere Übersicht fordert die Patientenvertretung in Sachen Krankentransporte. Hier müssen Normen und Qualitätskriterien klarer definiert werden. Tatsächlich würden sich Transportfirmen oftmals nicht an die vorgegeben Tarife halten, heißt es. Den Patienten würden oftmals unterschiedliche Preisen für dieselbe Leistung verrechnet.

Unzureichend ist laut Patiente Vertriedung die Ausstattung des Landes mit sogenannten „Maisons médicales“, derzeit drei, jeweils eine in Luxemburg, Esch/Alzette und Ettelbrück.