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Am Donnerstag wurde das Vorlesen der Niederschrift der Zeugenaussage von Ex-Polizeigeneraldirektor Pierre Reuland vor Gericht abgeschlossen. Seine eigene Zeugenaussage könnte Reuland belasten.

Des Bommeleeër-Prozess diese Woche war ausschließlich der Zeugenaussage von Ex-Polizeichef Pierre Reuland gewidmet, die er vor den Sommerferien gemacht hatte. Reuland hatte sich damals geweigert, die Niederschrift zu unterschreiben, weil sie lückenhaft sei.

Der Donnerstag sollte den letzten 40 Seiten der 180 Seiten umfassenden Abschrift vorbehalten sein. Ab Montag wird Reuland in einem getrennten Raum des Gerichtsgebäudes allein und ohne Handy seine Aussagen nochmals überprüfen und sie anhand der Aufzeichnungen vergleichen. Ob er sie schlussendlich unterschreiben wird, wird sich zeigen.

Kurz vor 16 Uhr war die Vorlesung am Donnerstag beendet. Pierre Reuland sagte: «Ich bin zufrieden.» Laut Anwältin Lydie Lorang wolle Reuland sich alle Türen offenhantel. Er habe sich mit der Vorlesung jedoch keinen Dienst erwiesen.

Die ungewöhnlche Prozedur hatte das Publikum diese Woche frustriert. Am Donnerstag blieben die Zuschauerränge leer. Die Verteidigung erwägt ihrerseits juristische Schritte gegen Reuland. Am Donnerstag blieb Me Gaston Vogel, Verteidiger des Angeklagten Marc Scheer, dem Prozess fern. Allein Me Lydie Lorang, Verteidigerin von Jos Wilmes, erschien am Tribunal. Sie werde für die beiden Angeklagten sprechen, hieß es zu Beginn der Verhandlung.

Kommende Woche geht es um die beiden Angeklagten Scheer und Wilmes. Zunächst werden die Ermittler gehört, dann Zeugen und anschließend die beiden ehemaligen Mitglieder der BMG.