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Neuer Vertrag für die Fliesenleger

Neuer Vertrag für die Fliesenleger

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Die Fliesenleger haben einen neuen Kollektivvertrag. Er modernisiert die alte Vereinbarung und soll Sozialdumping im Beruf vermeiden.

Durchbruch beim Streit um die Erneuerung des Kollektivvertrags für die Fliesenleger. Die Vereinbarung unterschrieben der OGBL als stärkste Gewerkschaft in diesem Bereich und die Föderation der Fliesenlegerfirmen in Luxemburg. Seit mehreren Jahren wurde an der Erneuerung des Vertrags gearbeitet. Nach einer Protestkundgebung vor einigen Monaten ging es plötzlich schnell. Man habe sich innerhalb von knapp vier Monaten verständigen können, sagt Jean-Luc de Matteis (OGBL). So wurden unter anderem die Arbeitstarife an den zunehmenden Gebrauch oftmals arbeitsintensiverer, großformatiger Bodenbeläge angepasst.

Der Vertrag betrifft rund 600 Fliesenleger in Luxemburg. Davon betroffen ist jeder Beschäftigte, der im Auftrag seiner Firma Fliesen verlegt, das heißt ebenfalls Mitarbeiter von Unternehmen, die nicht nur in diesem Bereich tätig sind. Das können etwa Unternehmen sein, die ihren Kunden schlüsselfertige Wohnhäuser anfertigen.

Lohndumping

Die neue Vereinbarung soll auch das innerbetriebliche Lohndumping ausschalten. Nicht selten mussten bisher Mitarbeiter Fliesen verlegen, die laut Lohntabelle nicht als berufliche Fliesenleger eingestellt und entlohnt wurden. Damit sei nun Schluss, so de Matteis Tageblatt.lu gegenüber. Wer Fliesen legt, wird in Zukunft als Fliesenleger eingestuft und verdient den entsprechend höheren Stundenlohn (rund 15 Euro brutto).

Beschäftigten, die weniger als den qualifizierten Mindestlohn verdienen (derzeit 13 Euro Stundenlohn brutto) wird eine einmalige Prämie in Höhe von 8.100 Euro brutto in drei Tranchen 2013, 2014 und 2015 ausbezahlt. In den Genuss davon kommt jedoch lediglich eine Handvoll Mitarbeiter, die etwa auf der Baustelle Handlangerdienste verrichten.

Der Unterzeichnung der Vereinbarung hatte sich am Freitag auf eigenem Wunsch hin auch der LCGB angeschlossen.