Die Wahlen vom 20. Oktober haben die Parlamentsreihen neu aufgemischt. Etliche neue Abgeordnete werden Einzug ins Abgeordnetenhaus feiern. Neu dabei sind: Dan Kersch, Yves Cruchten und Franz Fayot für die LSAP, Justin Turpel für déi Lénk, Roy Reding für die ADR, Corinne Cahen und Lex Delles für die DP. Nach einer Unterbrechung erneut ins Parlament tagen werden Eugène Berger, Gusty Graas und Simone Beissel (alle DP).
Nicht mehr gewählt wurden auf CSV-Seite Tessy Scholtes, Martine Mergen, Raymond Weydert, Jean-Paul Schaaf, Christine Doerner, Pierre Mellina und Robert Weber, bei der LSAP Lucien Lux, Claudia Dall’Agnol, Roger Negri, Roland Schreiner, Fernand Diederich und Ben Scheuer, Claude Adam von déi gréng und Jean Colombera (Unabhängiger).
Erhebliche Stimmenverluste
Den größten Stimmenverlust musste am Sonntag der bisherige sozialistische Fraktionschef Lucien Lux einstecken. Er fiel von 22.339 Stimmen im Jahr 2009, damals noch auf der Südliste seiner Partei, auf ganze 7.243. Er kandidierte dieses Mal im Wahlbezirk Zentrum. Er verlor 15.096 Stimmen. Recht stark schrumpfte auch der Stimmenanteil von Finanzminister Luc Frieden (CSV). Er verlor im Vergleich zum Wahlgang 2009 12.448 Stimmen und erzielte deren am Sonntag 29.441. CSV-Spitzenkandidaten Jean-Claude Juncker fiel seinerseits von 67.119 Stimmen auf 55.968 zurück, ein Minus von 11.151. Stimmen verloren auch der bisherige Innenminister Jean-Marie Halsdorf (-5.059), Nachhaltigkeitsminister Claude Wiseler ( – 5.059) und CSV-Parteichef Michel Wolter (-3.811). Nicht ungeschoren davon kam auch Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn (-4.680), sein sozialistischer Parteikollege und Gesundheitsminister Mars di Bartolomeo (- 9.748). LSAP-Parteipräsident Alex Bodry büßte 6.850 Stimmen ein.
Massiv hinzugewinnen konnten DP-Spitzenkandidat Xavier Bettel, der sich von 19.669 auf 32. 064 (+ 12.396) Stimmen verbesserte, Lydie Polfer (+ 2.227) und Anne Brasseur (+ 3.951). Massiv hinzugewinnen konnte auch die DP-Spitzenkandidatin im Osten Maggy Nagel. Sie verbesserte sich von 4.034 auf 7.103 Stimmen (+ 3.069). DP-Spitzenkandidat im Süden Claude Meisch konnte hingegen sein Ergebnis von 2009 nicht mehr wiederholen. Er verlor sogar 83 Stimmen und erzielte am Sonntag 22.255 Stimmen. Als einer der wenige sozialistischen Kandidaten konnte auch der bisherige Agrarminister Romain Schneider zulegen: + 2.255. Er bekam am Sonntag 12.289 Stimmen. Hinzugewinnen konnte ebenfalls der wenige Tage vor den Wahlen in Bedrängnis geratene CSV-Fraktionschef Gilles Roth. Er verbesserte sich um 2.912 Stimmen auf 26.585.
Zu Demaart







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