Im Parlament bestätigte Gesundheitsministerin Lydia Mutsch am Mittwoch Nachmittag die Verwechslung von zwei Gewebeproben im Staatslaboratorium im April des Jahres. «Ein bedauerlicher Vorfall», wie sie bemerkte. Direkt im Juni nach der Bestätigung der Verwechslung habe das Staatslabo reagiert.
Ein Techniker wurde direkt zurückgezogen, bis zu seiner Pensionierung im Oktober, ein zweiter unter strenge Observation gestellt. Der Vorfalls sei «ein enormer Rückschlag in der Entwickung des Labo», das seit 2014 gute Entwicklung erlebte. Die Zahl der Pathologen wurde von 6 auf 12 verdoppelt, neue Tests eingeführt und die Analyseresultate kamen viel schneller.
«Nicht optimal»
Auch wurden weniger Analysen ins Ausland geschickt, so die Ministerin. 80 Prozent der Patienten waren laut einer rezenten «Enquête de satisfaction» zufrieden mit der Arbeit des Staatslabo, so Lydia Mutsch. Sie gehe von «einem ganz bedauerlichem Einzelfall aus», so die Gesundheitsministerin. Man arbeite weiter an der Verbesserung der Arbeitsabläufe im LNS, vor allem was die Kommunikation mit den Patienten angeht, die in dem Fall nicht optimal war.
Bereits im Juni habe sich das Staatslaboratorium schriftlich bei der Patientin entschuldigt. Der psychologische Druck, der während sieben Wochen auf der Patientien lastete, sei aber eigentlich nicht zu kompensieren.
Lydia Mutsch betonte in ihrer Antwort auf zwei parlamentarische Anfragen, dass der Tumor zwar gutartig war, aber auf jeden Fall hätte operativ entfernt werden müssen. Die Entfernung des Lympfknotens unter dem Arm aber wär der Patienten erspart geblieben.
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