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Mehr Ordnung durch vier Leitpläne

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LUXEMBURG - Gleich vier sektorielle Leitpläne werden den Abgeordneten von sechs Ressortausschüssen im Parlament am Mittwoch vorgestellt.

Wie soll sich das Land in den kommenden Jahren entwickeln? Die Richtung werden unter anderem auch vier sektorielle Leitpläne mitbestimmen, die der Landesplanung in Zukunft eine gesetzliche Grundlage geben werden. Sie betreffen die Bereiche Wohnungsbau, Transport, Wirtschafts- und Gewerbezonen und Landschaft. Vorgestellt wurden bzw. werden sie am Mittwoch den Mitgliedern von sechs Parlamentsausschüssen. Die Leitpläne werden ab dem 27. Juni ausliegen, sodass sie von den Bürgern und den Gemeindeverantwortlichen eingesehen werden können.

Als erster wurde am Mittwochmorgen der Leitplan Transport vorgestellt. Er soll zur besseren Koordinierung von Umweltschutz, Raumplanung und zukünftige Gestaltung der Transportwege dienen soll, betonte Nachhaltigkeitsminister François Bausch («déi gréng»). Grundlage des Leitplans bildet das langfristige Ziel eine Modal splits von 25 Prozent. Ein Viertel der motorisierten Fortbewegungen sollte bis zum Jahr 2020 mit den öffentlichen Nahverkehrsmittel erfolgen.

Der Leitplan sieht u.a. vor, dass einzelne Landstriche ausschließlich Bahn- und Straßenbauprojekten vorbehalten bleiben. Dazu gehöre unter andrem die Straßenbahnlinie in der Hauptstadt, der Ausbau bzw. die Modernisierung von Eisenbahnstrecken. Im Leitplan berücksichtigt sind auch mehrere Straßenbauvorhaben etwa der Ausbau der A3 auf drei Spuren zwischen der Aire de Berchem und dem Gaspericher Autobahnkreuz, der Bau der Umgehungsstraßen für Bascharage, Echternach, Hosingen, Heinerscheid und Dippach.

Am Vormittag hatte Staatssekretär Camille Gira („déi gréng“) Details zum Leitplan Landschaft gegeben. Zweck sei es, eine weitere Zersiedelung der Landschaft zu verhindern, Naturschutzgebiete miteinander zu verknüpfen und die städtische Entwicklung zu ordnen.

Zusätzliche Gewerbefläche

Der Leitplan Wirtschafts- und Gewerbezonen sieht zusätzliche Gewerbefläche für Betriebe vor. Den aktuellen 1.090 Hektar sollen 698 Hektar hinzukommen, so Wirtschaftsminister Etienne Schneider am Nachmittag. Das soll vor allem Handwerksbetrieben entgegenkommen. Um die Anrainer vor möglichen Unannehmlichkeiten zu schützen, ist um den Gewerbegebieten eine 300 Meter Pufferzone vorgesehen.

Bei der Bedarfserfassung geht die Regierung von einem jährlichen Wirtschaftswachstum von drei Prozent aus. 2030 würde das Land 525.000 Beschäftigte zählen. Derzeit sind es 365.000.