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Marini rudert zurück

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Nicht vor dem Parlamentspräsidenten Luxemburgs sondern auf einem privaten Radiosender hat sich Frankreichs Senator Philippe Marini am Mittwoch entschuldigt. Das sei ein erster Schritt, sagte uns Parlamentspräsident Laurent Mosar.

Er bedauere die historische Referenz genutzt zu haben, so Philippe Marini gegenüber RTL Radio Lëtzebuerg am Mittwoch. Sie sei missverstanden und aus dem Kontext gerissen worden. Marini hatte am Samstag auf Radio France  Culture gesagt, er hätte es lieber, Luxemburg würde nicht existieren.

Er bedauere es, dass er mit dieser Aussage Leid in Luxemburg verursacht habe. Insbesondere entschuldigte er sich bei der Bürgermeisterin von Vianden, Gaby Frantzen-Heger. Marini ist Bürgermeister von Compiègne, der Partnerstadt von Vianden.Siehe auch:
Marine bedauert, bleibt aber bei seinen Äußerungen

Luxemburg respektiere er als Land und als EU-Gründungsmitglied. In einem Interview mit paperjam hatte sich Marini jedoch äußerst kritisch über Luxemburgs Politik in Finanzfragen geäußert.

Ein erster Schritt

Luxemburgs Parlamentspräsident Laurent Mosar hatte am Montag eine öffentliche Entschuldigung von Marini gefordert. Bis Mittwoch Nachmittag war dies noch nicht geschehen. Er habe die Entschuldigung Marinis auf RTL zur Kenntnis genommen, sagte Mosar wissen. Man könne wohl über Marinis Aussagen auf der Rundfunkstatio diskutieren. Es sei zumindest ein erster Schritt. Über die Frage, über die Art und Weise, wie Marini sein Bedauern geäußert habe, wolle er nicht polemisieren, sagte Mosar gegenüber tageblatt.lu.

Man sollte diesem Herrn nicht allzu große Bedeutung beimessen. Schließlich hätten sich alle wichtige Politiker Frankreichs diese Äußerungen verurteilt. Man sollte sich wichtigeren Themen zuwenden, so der Parlamentspräsident. Und Senatspräsident Gérard Larcher habe sich bei ihm telefonisch im Namen des Senats entschuldigt.

In den kommenden Wochen will Laurent Mosar den Sentaspräsidenten treffen. Larcher gehört genauso wie Marini der Präsidentenpartei UMP an. Bei der Unterredung sollen alle bilateralen Themen erörtert werden.

lmo