Die Verhandlungen für einen neuen Kollektivvertrag bei Heintz van Landewyck stecken in der Sackgasse. Direktion und Gewerkschaften konnten sich nicht einigen. Streitpunkt: das automatische Indexsystem. Das möchte die Direktion abschaffen, obwohl der Index eine gesetzlich geregelte Anpassung der Löhne an die Preisentwicklung ist und die Indextranche unabhängig vom Willen des einzelnen Unternehmens ausbezahlt werden muss.
Laut OGBL schlug das Unternehmen eine einmalige Prämie von 100 Euro für 2013 und eine Lohnerhöhung von 1,4 Prozent für 2014 vor, vorausgesetzt die Indexanpassung werde abgeschafft. Die Belegschaftsvertreter sprechen von einer skandalösen Haltung. Das Dossier wurde dem Schlichter weitergereicht. Laut OGBL haben sich 95 Prozent der Belegschaft dafür ausgesprochen.
Der Kollektivvertrag betrifft den Bereich Tabakverarbeitung. Der Zigarettenhersteller beschäftigt in Luxemburg-Stadt 340 und in Ettelbrück 140 Personen. Das Unternehmen investierte 2013 fünf Millionen Euro. Trotz rückläufigem Umsatzwachstum erwirtschaftete die Firma einen erheblichen Gewinn, so der OGBL.
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