Blätter, die ihre natürliche Farbe verlieren, trockene Äste, starker Befall von Schädlingen – das sind äußere Anzeichen dafür, dass Bäume krank sind. Für das Jahr 2013 stellt das Umweltministerium dem Luxemburger Wald eine schlechte Diagnose aus.
Der Zustand der grünen Lunge Luxemburgs hat sich im Vergleich zu 2009 verschlechtert. Warum 2009 als Vergleichsjahr? Weil in den nachfolgenden Jahren mangels Personal keine Erhebungen vorgenommen werden konnten, hieß es am Donnerstag anlässlich einer Pressekonferenz von Umweltministerin Carole Dieschbourg.
Der Anteil der kranken Bäume sowohl bei den Laub- als auch bei den Nadelhölzern hat sich gegenüber 2009 um sieben Prozent erhöht. Verschlechtert habe sich vor allem der Zustand der Wipfel bei Buchen und Nadelbäumen, heißt es seitens der Forstverwaltung. Bei der am stärksten verbreiteten Baumart in Luxemburg, der Buche, ist der Anteil der stark beschädigten Exemplare von 38,5 auf 49,2 Prozent gestiegen. Das sei das schlechteste Ergebnis seit 1984, Jahr der ersten systematischen Erhebungen.
Bei den Eichen ist der Anteil der gesunden Bäume von 32,3 Prozent (2009) auf 26,3 Prozent (2013) gefallen. Die Eichen stellen 18,4 Prozent des Luxemburger Baumbestandes.
Bei den Nadelbäumen, 30 Prozent des Waldes, waren im Jahr 2013 17,4 Prozent der Bäume sehr stark beschädigt. 2009 waren es 8,7 Prozent.
Luftverschmutzung und Klimawandel
Der Gesundheitszustand des Waldes sei nicht allein auf die Wetterbedingungen des Jahres 2013 zurückzuführen, sondern auf die Witterungsverhältnisse der letzten Jahre insgesamt, so die Verantwortlichen der Forstverwaltung. Ihre Spuren hinterlassen auch Luftverschmutzung, Schädlinge und Klimawandel.
Die Forstwirtschaft könne nur in begrenztem Maße auf den Zustand des Waldes einwirken. Einen Beitrag leisten könnte jedoch jeder Einzelne, etwa durch sein Konsumverhalten oder durch die Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel.
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