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Luxemburgs erstes Hochhaus erstrahlt in neuem Glanz

Luxemburgs erstes Hochhaus erstrahlt in neuem  Glanz

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Vieles hat sich in den letzten Jahren auf dem europäischen Viertel im Kirchberg geändert. Dabei ist der 23-stöckige „Alcide De Gasperi" -Turm neben den vielen Neubauten fast in Vergessenheit geraten.

Youssef Razzak

Auch im Hochhaus, wie der Alice de Gasperi-Turm noch von den Luxemburger genannt wird,  hat sich viel getan. Infrastrukturminister Claude Wiseler ließ es sich nehmen, zusammen mit der Presse einen Rundgang durch das vollauf erneuerte Gebäude zu zu machen. Nicht ganz ohne Eigennutz, denn auch sein Ministerium für nachhaltige Entwicklung wird dort beherbergt, wenn die Arbeiten abgeschlossen sind.

Spätestens im April 2011 will Wiseler mit seinen vier Ministeriumsabteilungen und dem 200 Personen starken Team einziehen. Vom 13. Stock an bis zum 21. sollen hier die verschiedenen Abteilungen Platz finden. Diese sind derzeit an verschiedenen Adressen in der Stadt angesiedelt. Der 22. Stock wird für Konferenzen und Sitzungen freigelassen.

Die unteren Stöcke (0-12) werden weiterhin das EU-Personal herbergen und zwar vom Erdgeschoss an bis zum 12. Stock. In die ersten vier Etagen kommen verschieden EU Konferenz- und Sitzungssäle. EU-Delagationen werden zwischen dem 5. und 9. Stock einziehen; im 10. und 11. Stock wird der EU-Ministerrat sich treffen. Bis es so weit ist muss das Haus neu eingekleidet werden.

Die Fassade wurde komplett renoviert, ohne jedoch irgendetwas an der Betonstruktur zu ändern. 16.000 Quadratmeter wurden geschliffen und eine zweite „Haut„ aus Aluminium vor der ersten gehangen. Der Zwischenraum soll Luft durchströmen lassen, was das Gebäude auf natürlichem Weg kühlt. Das wurde deshalb vorgesehen, weil die Fenster in den oberen Stockwerken nicht geöffnet werden können. Die Fassadenarbeiten sind  seit Mai 2009 abgeschlossen. Sie kosteten rund 13,4 Millionen Euro.

2001 begann die erste Phase der Modernisierung im Gebäud. Der große Plenarsaal wird demnächst

Plätze für bis zu 300 EU-Delegierte haben. 28 Übersetzer haben  ihre Kabine. Der Saal soll  aber auch für größere Veranstaltungen mit bis zu 800 Personen nutzbar sein. Ein VIP-Parking von bis zu 110 Plätzen wurde angelegt – mit  Sonderzufahrt für die Minister.

Das interne „Lifting“ und der Parkplatz sollen Ende 2010 fertig sein. Kostenpunkt:  bis zu 183,5 Millionen Euro.

Gesamtkosten von 293 Millionen Euro

2008 wurde dann noch mal mit weiteren Erweiterungsarbeiten begonnen. In dieser Phase geht um zusätzlichen Raum  im unteren Teil des Gebäudes. Dieser seitliche Teil des «Héichhaus» soll einen Konferenzraum für 150 Personen und einen Pressekonferenzraum für 400 Personnen schaffen. Weitere 33 kleine Konferenzräume, eine Kantine für 270 Leute und weitere Räumlichkeiten sollen folgen.

Im April 2012 sollen diese Arbeiten fertig gestellt sein und noch einmal rund 96,1 Millionen Euro verbraucht haben. Der Gesamtkosten des Projektes betragen dann 293 Millionen Euro.

Lange Zeit blieb das Hochhaus neben dem gefälligen und architektonisch ausgefallenen Bau der Philharmonie zurück. Der Konzertsaal galt lange als das neue Vorzeigeobjekt, hat doch das „Héichhaus“ immerhin schon 40 Jahre auf dem Buckel. Einmal fertig gestellt wird es wieder im Rennen  um die Gunst der staunenden Augen der Besucher sein.