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Luxemburger leben selten zur Miete

Luxemburger leben selten zur Miete

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LUXEMBURG - Luxemburger sind meist Hauseigentümer, Nicht-Luxemburger leben zum großen Teil zur Miete. Eine Studie des "L'Observatoire de l'Habitat" befasst sich mit der Wohnsituation in Luxemburg.

In Luxemburg sind mehr als zwei Drittel (67,4 Prozent) der Bevölkerung Hausbesitzer beziehungsweise Erwerber von Wohnungseigentum. Knapp mehr als ein Viertel der Bevölkerung (27,2 Prozent) wohnen zur Miete. 5,4 Prozent zahlen weniger oder gar keine Miete. Davon zahlen 3,2 Prozent eine Miete, die unter dem Marktpreis liegt, 2,2 Prozent zahlen keine Miete. Es handelt sich dabei meist um Sozialwohnungen, die zu einem großen Teil von staatlichen Einrichtungen finanziert werden.

Die Auswertungen gehen aus einer Studie vom «L’Observatoire de l’Habitat» hervor, die auf den Angaben von PSELL-3 (Sozio-ökonomisches Panel Liewen zu Lëtzebuerg) aus dem Jahre 2012 basiert. Die Daten wurden von rund 6.000 Haushalten gesammelt.

Haushalte bei denen das Familienoberhaupt Luxemburger ist, sind zu 82,5 Prozent Eigentümer und zu 61,2 Prozent Erwerber von Hauseigentum. Die Konstellation «Luxemburger als Familienoberhaupt» trifft bei 58,4 Prozent aller Haushalte zu. In diesen beiden Kategorien ist die Gruppe der Luxemburger deutlich überrepräsentiert.

Zur Miete

27,2 Prozent der Bevölkerung in Luxemburg leben zur Miete. Dies waren 2012 rund 57.000 Privathaushalte. Haushalte, bei denen das Familienoberhaupt kein Luxemburger ist, wohnen zu 73,1 Prozent zur Miete. Hier sind die ausländischen Mitbewohner deutlich überrepräsentiert. Die Studie versucht, diese Unterschiede zu erklären. Dabei spielen verschiedene Faktoren eine Rolle: Dauer, die eine Familie (über Generationen) in Luxemburg lebt oder die Kenntnis des Immobilienmarktes oder aber die lokale Familienverankerung. Vor allem Luxemburger Haushalte erfüllen demnach diese Faktoren.

42 Prozent aller Mietswohnungen werden von einem Einpersonen-Haushalt bewohnt. Etwa ein Drittel der Bevölkerung lebt allein. Gemietet werden die Wohnungen von meist jungen Menschen, die sich noch keine eigene Wohnung finanzieren können. Dies sind aber auch geschiedene Eheleute oder verwitwete Personen. Pärchen mit Kindern sind dagegen zu knapp 50 Prozent Eigentumserwerber. Paare ohne Kinder, oder bei denen die Kinder bereits Erwachsen sind und nicht mehr zuhause wohnen, machen einen Drittel aller Hauseigentümer aus. Dabei macht diese «Gruppe» nur 19,5 Prozent aller Haushalte aus. Alleinerzieher leben meist zur Miete. Diese Kategorie lebt oft in sozialer Unsicherheit und kann sich den Eigentumserwerb meist nicht leisten.

Mieter leben zu 82 Prozent in Appartments. Eigentümer bzw. Erwerber leben dagegen zu 80,9 Prozent (Eigentümer) beziehungsweise 67,4 Prozent (Erwerber) in einem Haus. Je höher das Einkommen, desto weniger zahlen die Mieter an Miete, proportional zum Gehalt. 43 Prozent der Haushalte der untersten Gehaltstufe zahlen über 40 Prozent ihres Gehaltes an Miete plus Nebenkosten. Bei der obersten Gehaltstufe geben null Prozent der Haushalte mehr als 40 Prozent des Einkommens für Miete plus Nebenkosten aus.