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Luxemburger kränker, als sie sich fühlen

Luxemburger kränker, als sie sich fühlen

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LUXEMBURG - In Zusammenarbeit mit TNSIlres hat die Versicherungsgesellschaft AXA am Montag ein erstes Gesundheitsbarometer der Bevölkerung erstellt.

Die Resultate des Gesundheitsbarometers wurden am Montag in der hauptstädtischen Jugendherberge in Anwesenheit des Direktors des Meinungsforschungsinstituts Charles Margue und der AXA-Direktorin Marie-Hélène Massard vorgestellt.

810 Einwohner des Landes im Alter von 18 bis 65 Jahren wurden für die Studie befragt, bei der einige interessante und teils widersprüchliche Aussagen herauskamen. So sind 86 Prozent der befragten Gruppe der Meinung, sie seien gesund. Die Auswertung anderer Antworten (etwa nach Essgewohnheiten, Gewicht, nach Stressempfinden, gesunder Ernährung, Alkohol- und Tabakgenuss) zeigt allerdings, dass nur 30 Prozent der Bevölkerung tatsächlich als gesund oder sehr gesund bezeichnet werden können.

Kranke fühlen sich gesund

Weitere 30 Prozent sind „eher gesund“, 32 Prozent werden als annehmbar gesund klassiert und 8 Prozent wird eine schlechte Gesundheit bescheinigt.

Die Hälfte jener, die ihre Gesundheit subjektiv als gut empfinden sind eigentlich krank.

Weiter stellt die Studie fest, dass die Gesundheitsprobleme je nach Alterskategorie varieren: Jüngere klagen eher über schlechten Schlaf und Depressionen während Ältere von chronischen Krankheiten und Übergewicht geplagt sind. Stress wird in der Alterskategorie 25 bis 54 als gesundheitseinschränkend angegeben.

Männer sind gesünder

Allerdings ist paradoxalerweise das Stressempfinden bei Arbeitslosen ausgeprägter als bei Aktiven. Laut der Studie sind Frauen weniger gesund als Männer, auch wenn erstere durchschnittlich älter werden. Die Ursachen hierfür seien mehr Stress, schlechterer Schlaf und mehr Depressionen, während Männer eher mit Übergewicht zu kämpfen haben.

Übrigens hat nur die Hälfte der Einwohner Luxemburgs ein normales Gewicht. Von den über 45jährigen hat sogar die Mehrheit Übergewicht. Dafür schlafen 7 von 10 Befragten gut. 88 Prozent der Bevölkerung geben an, dass ihre Gesundheit ihr wichtigstes Anliegen ist, aber nur ein knappes Fünftel (19 Prozent) tun täglich etwas für deren Erhalt.

Besonders Risikoverhalten, wie das Rauchen und der Alkoholkonsum sollen aufklärerisch bekämpft werden. Nach den großen Anti-Tabak-Kampagnen scheint die medizinische Welt nun dem Alkohol den Kampf ansagen zu wollen; dies wurde jedenfalls im Anschluss an die Vorstellung im Rahmen der Diskussion offensichtlich.