Seattle ist eine verhältnismäßig kleine Stadt. Sie zählt weniger als eine Million Einwohner. In ihrem Einzugsgebiet leben rund drei Millionen Menschen. Bekannt ist Seattle in den USA als eine der Städte, in denen es sich am besten leben lässt. Auch die Musikszene ist international bekannt: Musikgruppe wie Nirvana oder Pearl Jam haben sich hier einen Namen gemacht. Von Bedeutung ist die Stadt aus dem Nordwesten der USA jedoch auch für die weit entfernte Luxemburger Wirtschaft. Hier wurden Flieger für die Luxair und Cargolux gebaut. Unternehmen wie Starbucks, Amazon und Microsoft haben in der Umgebung von Seattle ihren Sitz.
So war es dann wohl kein Zufall – wenn auch nicht geplant – dass am Wochenanfang neben der Luxair-Delegation gleichzeitig auch Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel hier im Nordwesten der USA auf Werbetour unterwegs war.
«Vertrauen aufbauen»
«Wir sind hier um Vertrauen aufzubauen», so Xavier Bettel am Montagabend vor Luxemburger Journalisten in Seattle. «Es ist wichtig, sich gegenseitig kennen zu lernen.» Im Laufe des Tages hatte Bettel eine Unterredung mit dem Präsidenten von Starbucks, der ihm ein neues Erlebnis-Konzept vorstellte. Ob aber irgendwann eine Starbucks-Filiale nach Luxemburg kommt, bleibt ungewiss. Den Kontakt zu Starbucks hatte die ehemalige US-Botschafterin in Luxemburg, Cynthia Stroum, hergestellt.
Des Weiteren hatte der Premierminister in Seattle eine Unterredung mit dem Konzern Amazon, dessen Europasitz bereits in Luxemburg beheimatet ist. Und, «Amazon will seine Präsenz in Luxemburg weiter vertiefen», so Bettel am Montagabend. Auch habe man eine gemeinsame Arbeitsgruppe zum Thema Datenzentren aufgestellt, und, darüber geredet, welche Rolle die Luxemburger Universität künftig in der Ausbildung der benötigten Fachkräfte spielen könne.
Im Gegensatz zu der Luxair-Delegation wird Xavier Bettel aber nur kurz in Seattle bleiben. Er wird nach San Francisco weiterreisen. Dort stehen Treffen mit den Konzernen Apple, Ebay und Paypal sowie mit Forschungseinheiten der Nasa, etwa der Singularity University, an. Zudem steht ein Treffen mit Google, das in Luxemburg noch nicht vertreten ist, auf dem Plan. Erste Kontakte hatte der Premierminister bereits in Davos geknüpft. „Wir wollen ausloten, was die Möglichkeiten sind“, so Bettel. „Und wir wollen, dass die Luxemburg auf der Weltkarte sehen.“
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