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Lehrer in der Schmollecke

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LUXEMBURG - Die Lehrer sollen unter Protest an den vorbereitenden Sitzungen der Examensausschüsse teilnehmen. Dazu haben die Gewerkschaften aufgerufen.

Die Sekundarschullehrer setzen ihren Protest gegen die Kürzungsmaßnahmen der Regierung fort. Apess, Féduse/CGFP und SEW-OGBL haben die Lehrer der Examenskommissionen aufgerufen, bei den vorbereitenden Sitzungen ihren Protest zu äußern. Am Samstag veröffentlichte die Gewerkschaftsplattform eine gemeinsame Botschaft, die die Lehrer dem Vertreter des Ministeriums vorlegen sollen.

Ein Boykott der Examenskommissionen, der die Abschlussexamen der Schüler gefährden könnte, ist das jedoch nicht. So rufen die Gewerkschaften die Lehrer auf, zum vereinbarten Termin zu erscheinen, jedoch nicht gleich den Versammlungsraum zu betreten. Ein Vertreter soll bezeichnet werden, der dann in der Sitzung die gemeinsame Stellungnahme vortragen soll. Anschließend sollten die Lehrer sich setzen bzw. im Raum stehen bleiben.

In besagtem Schreiben wird dem Kommissar in Vertretung des Ministers mitgeteilt, dass die Lehrer die geplanten Regierungsmaßnahmen ablehnen. Es geht dabei um eine Kürzung der aufgrund des Dienstalters gewährten Freistunden oder um die Kürzung der Gehälter während der Examenszeit, dann wenn keine Unterrichtsstunden mehr anstehen. Die Lehrer hätten bereits 2007 „gegeben“. Nun müssten sie sowohl als Staatsbeamte und als Bürger erneut einen Beitrag leisten, heißt es.

Eine weitere Stellungnahme der Lehrer während der Vorbereitungssitzung mit dem Ministeriumsvertreter werde es keine geben, so der Textvorschlag der Gewerkschaften. Man nehme unter Protest an der Sitzung teil.

Schulminister Claude Meisch (DP) hatte die Demission der Lehrer aus den Examensausschüssen abgelehnt. An der Aktion hatten sich rund 1.500 Lehrer und Lehrinnen aus 28 Lyzeen beteiligt.