Bereits am Montag vor einer Woche infomierte die Direktion des hauptstädtischen 5-Sterne-Hotels „Le Royal“ Delegation und gemischten Betiebsrat über die geplante Entlassung etwa eines Drittels der Belegschaft. 50 bis 73 Mitarbeiter sollen beroffen sein. Bereits drei Tage später wollte das Hotel die ersten „kalten Entlassungen“ umsetzen. Die Information war am Donnerstag zuerst von L’Essentiel veröffentlicht worden.
Die Direktion lenkt ein
Das Hotel Le Royal gehört zu der Gruppe der „Leading Hotels of the World“. Am Nachmittag reagierte das Hotel, resp. Generaldirektor Philippe Scheffer dann, und teilte mit, weniger als 5 Prozent der Belegschaft würde im Rahmen des Umbaus, „um internationalen Standarts gerecht zu werden“, entlassen und den Betroffenen würden Entschädigungen über die legalen Vorschriften hinaus zugestanden. Die Entlassenen würden prioritär wieder eingestellt, wenn die Renovierung abgeschlossen ist und die Betriebszugehörigkeit könne zu dem Zeitpunkt wieder angerechnet werden. Die wieder Eingestellten müssten keine Probezeitabsolvieren.
202 Beschäftigte zählt das Unternehmen, das dem Vernehmen nach größere Umbauarbeiten als Vorbereitung zur Luxemburger EU-Präsidentschaft (zweite Hälfte 2015) vornehmen will. Die entsprechenden Renovierungen an den Zimmern sollen bereits kommenden Monat beginnen.
Ohne Grund
Allerdings geht es nicht an, dass ein wirtschaftlich gesundes Unternehmen ohne Sozialplan und ohne Absprache, massenhaft Entlassungen ausspricht. Erste Signale aus dem Arbeitsministerium bestätigen dies.
Wie Romain Daubenfeld vom OGBL-Syndikat Nahrung und Genuss uns am Donnerstag auf Anfrage mitteilte, hat er für Freitag um ein Gespräch mit der Royal-Direktion gebeten, bei dem die Frage der Entlassungen geklärt werden soll. Der Gewerkschafter sieht nicht ein, weshalb Menschen definitiv entlassen werden sollen, wenn das Hotel sich auf eine intensive Phase 2015 vorbereiten will. Die Methode sei nicht annehmbar, meinte er am Donnerstag und verwies auf ein absolut unzulängliches Angebot der Direktion zur sozialen Begleitung der Entlassungen.
Das Hotel Le Royal gehört zu der Gruppe der „Leading Hotels of the World“; eine Reaktion gab es am Donnerstag seitens der Nobelherberge nicht.
Zu Demaart
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