Laut Nachhaltigkeitsminister François Bausch («déi gréng») soll dieser Kreisel bis 2020 zurückgebaut werden.
Der Gluck-Kreisel von Gasperich hat in der Vergangenheit viele Todesopfer gekostet.
Ab 2008 gab es dann eine Reihe Massnahmen, die die tödlichen Gefahren eindämmen sollten. Die Beschilderung wurde ergänzt, Licht-Warnungen eingerichtet, Bremsschwellen eingebaut. Am Sonntag dann kam es erneut zu einem tödlichen Unfall, als der Fahrer eines in Frankreich immatrikulierten Autos wahrscheinlich wegen überhöhter Geschwindigkeit mit seinem Pkw an jener Mauer im Zentrum des Kreisels zerschellte, die die Festung der Hauptstadt symbolisieren soll.
Der Kreisverkehr an schwierigen Verkehrskontenpunkten galt lange Zeit als der Weisheit letzter Schluss. Kreisel entstanden europaweit. In Frankreich, dem absoluten Vorreiter bei solchen Anlagen, werden derweil mehr als 20.000 gezählt. Auch in Belgien kamen Kreisel immer stärker in Mode (allein zwischen Messancy und Arlon muss man auf einem kurzen Straßenabschnitt deren fünf passieren).
Viele Nachteile
Inzwischen ist man in unseren Nachbarländern dazu übergegangen, diesen Kreisverkehr zurückzubauen und die Verkehrsknotenpunkte durch Ampelanlagen zu ersetzen. Die Gefahren, so hat man festgestellt, sind weitaus höher. An solchen Anlagen entstehen nicht selten riesige Staus, Fußgänger und Radfahrer sind nicht genügend geschützt und das Befahren des Kreisels scheint für viele Automobilisten zum «russischen Roulette» auszuarten.
Wie Minister Bausch gegenüber dem «Wort» erklärte, soll deshalb auch der Rond-Point Gluck bis 2020 der Vergangenheit angehören. Die Mauer in der Mitte des Kreisels wird nicht abgerissen, weil die Arbeiten für den Umbau als Kreuzung mit Ampeln in absehbarer Zeit beginnen könnten.
Das dürfte auch in anderen Ortschaften des Landes der Fall sein, so z.B. in der Leudelinger Industriezone «Am Bann», wo in der Nähe der Firma «Steinhäuser» Pläne für eine Ampelanlage bestehen. Oder aber auch im Zentrum von Kayl, wo die Strassenbauverwaltung den Kreisel am Coullen-Platz zurückbauen und durch Ampeln ersetzten will. Fragt sich in diesem konkreten Fall nur, weshalb dann am vergangenen Wochenende der komplette Asphaltbelag für teures Geld erneuert wurde.
FH/Tageblatt.lu
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