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Ketterthill bleibt Cerba

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Die internationale biomedizinsiche Gruppe Cerba European Lab will das Luxemburger Labor-Netz Ketterthill nicht verkaufen.

Die biomedizinischen Labors von Ketterthill bleiben bei Cerbo European Lab. Der weltweit operierende Konzern hat am Mittwoch kategorisch jegliche Gerüchte über mögliche Verkaufsabsichten dementiert. Cerbo hatte Ketterthill im Juni 2011 für 62 Millionen Euro gekauft.

Logo" class="infobox_img" />Ketterthill wird nicht veräußert, so deren Besitzer. (Foto: dpa)

Nahrung erhielten die Gerüchte nach der Ankündigung des früherer Ketterthill-Eigentümers Jean-Luc Dourson, er sei bereit, das Labor-Netz in Luxemburg zurückzukaufen. Dourson war im Januar dieses Jahres als «administrateur-délégué» von Ketterthill vom Verwaltungsrat abgesetzt worden.

Man sei «äußerst schockiert über die erlogenen und erfundenen Behauptungen» des ehemaligen Besitzers, so die Gruppe. Man habe zu keinem Zeitpunkt eine Verkaufsabsicht geäußert. Dourson hatte von undurchsichtigen Finanztransfers zwischen Mutterhaus und Tochterunternehmen in Luxemburg geredet. Auch würde Cerba nun 160 Millionen Euro für das Labor-Netz in Luxemburg fordern. Dourson wünscht die Annullierung des Verkaufsvertrags von 2011.

Die Affäre liegt beim Handelsgericht in Paris. Eine für Donnerstag (22.05.2014) angesetzte Anhörung wurde auf Wunsch von Cerba vertagt. Man wolle seine Konklusionen vervollkommnen, heißt es.
Ketterthill beschäftigt in Luxemburg 213 Personen bei einem Umsatz von 31 Millionen Euro. Zuletzt wurden 10 Millionen Euro in ein neues Labor auf Belval investiert. Immerhin ein Drittel des Investitionsvolumens der Gruppe, heißt es bei Cerba.

Weltweit betreibt die Gruppe rund 200 Labors und mehr als 150 Blutentnahmestellen in Europa, den USA, Südafrika, Australien und China. Sie beschäftigt rund 2.600 Personen.