Ende 2011 wurden das Elektro-Stahlwerk und die Stranggussanlage von ArcelorMittal in Schifflingen stillgelegt. Ende dieses Jahres läuft die Betriebsgenehmigung ab. Rund drei Monate vor dieser Frist ist nicht gewusst, was genau der Konzern mit dem Gelände vorhat. Auch die Regierung gibt sich ahnungslos, wie aus der Antwort von Wirtschaftsminister Etienne Schneider (LSAP) und Nachhaltigkeitsminister François Bausch («déi gréng») auf eine parlamentarische Antwort von Marc Spautz (CSV) hervorgeht. Stattgefunden habe ein erster Meinungsaustausch zwischen hohen Beamten und dem Präsidenten von ArcelorMittal Luxemburg Michel Wurth, präzisieren beide.
Die Kosten für die Sanierungsarbeiten auf der Brache müssten vom letzten Betreiber übernommen werden, so die Regierungsmitglieder auf die entsprechende Frage. Welche Arbeiten durchgeführt werden müssen, werde vom Umweltministerium bestimmt. Dies nachdem klar ist, dass der Betrieb definitiv eingestellt worden ist. Eine Entscheidung hat der Konzern offiziell noch nicht getroffen.
Wie das Gelände später genutzt werden, ist ebenfalls noch unklar. Von Unternehmen, die sich dort niederlassen möchten, weiß die Regierung angeblich nichts. Unklar ist auch, ob das Unternehmen die CO2-Emissionsrechte, die es für das Stahlwerk Schifflingen für das Jahr 2012 bekommen hatte, zurückgeben muss. Die Regierung hatte den Konzern im Juni 2013 dazu aufgefordert. Der hat die Entscheidung der Regierung jedoch angefochten. Die Affäre liegt nun beim Verwaltungsgericht.
Zu Demaart
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