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In Luxemburg bleibt es warm

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LUXEMBURG - Eine Unterbrechung der russischen Gaslieferungen würde sich nicht auf die Energieversorgung des Landes auswirken. Dieser Ansicht ist Luxemburgs Regierung.

Sollten die russischen Gaslieferungen in die EU unterbrochen werden, könnte der Ausfall durch Reserven und andere Lieferanten kompensiert werden, heißt es seitens der Regierung.

Die Frage stellt sich jedoch derzeit nicht. Russlands Gegensanktionen als Antwort auf die EU- und US-Sanktionen betreffen die Erdöl- und Gaslieferungen nicht. Moskau selbst hat mehrmals gesagt, sich strikt an die Lieferverträge zu halten. In ihrer Antwort auf eine parlamentarische Frage vom CSV-Abgeordneten Laurent Mosar spricht die Regierung denn auch von einer hypothetischen Unterbrechung der russischen Gaslieferungen.

Die Auswirkungen der EU-Sanktionen gegen Russland auf die Luxemburger Wirtschaft weiß die Regierung derzeit noch nicht abzuschätzen. Die finanzpolitischen Maßnahmen betreffen lediglich die Ausgabe neuer Aktionen, Obligationen oder anderer ähnlicher Finanzprodukte durch russische Unternehmen, die zu mehr als 50 Prozent in russischem Staatsbesitz sind. Betroffen wären zudem lediglich Finanzoperationen nach dem 1. August 2014. Der Regierung wisse nichts von der Ausgabe neuer Wertpapiere durch Unternehmen oder Personen, die von den Sanktionen betroffen sind. Ohnehin setzen Rezession und Ukraine-Krise der Fähigkeit Russlands, sich Kapital zu beschaffen und ausländische Direktinvestitionen anzuziehen, bereits stark zu, so Premierminister Xavier Bettel, Außenminister Jean Asselborn, Wirtschaftsminister Etienne Schneider und Finanzminister Pierre Gramegna in ihrer gemeinsamen Antwort.

Rund ein Viertel seines Bedarfs an Erdgas deckt die EU durch russische Lieferungen ab. Wegen des milden Winters sind die Gasspeicher Europas gut gefüllt.