Heute dürfte das Gericht die Analyse der Bombenattentate von 1984 bis 1986 beendet. Am Zeugenstand steht noch immer Carlo Klein, Ermittler der Kriminalpolizei.
09.04.2013. Me Gaston Vogel (l.) im Gespräch mit Andreas Kramer (r.) (Pierre Matgé)
(Fabrizio Pizzolante)
...Pierre Reuland, früherer Chef der Brigade Mobile und späterer Generaldirektor der Polizei... (Jean-claude Ernst)
Der Gerichtssaal... (Jean-Claude Ernst)
... (Jean-Claude Ernst)
... (Jean-Claude Ernst)
(Jean-Claude Ernst)
(Jean-Claude Ernst)
(Jean-Claude Ernst)
(Jean-Claude Ernst)
(Jean-Claude Ernst)
Ben Geiben (r.) (Jean-Claude Ernst)
14.03.2013 Tag 12 im Bommeleeër-Prozess. (Pierre Matgé)
(Jean-claude Ernst)
(Jean-Claude Ernst)
(Jean-Claude Ernst)
(Jean-Claude Ernst)
(Jean-Claude Ernst)
(Jean-Claude Ernst)
(Jean-Claude Ernst)
(Jean-Claude Ernst)
Unter den Zeugen auch Marc Fischbach und Jacques Santer (r.). Der eine war zur Zeit der Bombenserie Armeeminister, der andere Staatsminister. (Roger Infalt)
Die Prinzen Guillaume und Jean bei ihrer Ankunft im Bezirksgericht. (Roger Infalt)
Stay Behind bleibt für die Verteidigung die heisseste Spur im Bommeleeër-Prozess. (Pierre Matgé)
Ben Geiben, Gründer der Brigade Mobile der Gendarmerie. Er sei froh, dass in der Angelegenheit etwas geschehe. (Roger Infalt)
Me Gaston Vogel lässt sich vor dem Gerichtsgebäude vorfahren. (Isabella Finzi)
Ankunft der beiden Angeklagten Jos Wilmes und Marc Scheer (r.). In ihrer Mitte Me Gaston Vogel. Er hat die Vertagung des Prozesses gefordert. (Roger Infalt)
(Roger Infalt)
Das Interesse am Bommeleeër-Prozess ist groß. Eine Stunde vor Beginn der ersten Sitzung hat sich am Eingang des Bezirksgerichts Luxemburg eine Schlange gebildet. (Pierre Matgé)
(Finn Overdick)
(Finn Overdick)
(Finn Overdick)
Gag. Auf einer Postkarte kann man sein Portrait als Bommeleeër kleben (Finn Overdick)
Sie dominiert zu Beginn des 12. Verhandlungstags die Diskussionen. (Pierre Matgé)
Der Verhandlungssaal füllt sich. (Pierre Matgé)
Erneut kommt die Ermittlungsarbeit zur Sprache. (Pierre Matgé)
... (Pierre Matgé)
... (Pierre Matgé)
... (Pierre Matgé)
Auch "Fantômas" war wieder anwesend. (Pierre Matgé)
(Pierre Matgé)
(Pierre Matgé)
13.03.2013 Tag 11 im Bommeleeër-Prozess. (Alain Rischard/Editpress)
Die beiden Verteidiger Lydie Lorang und Gaston Vogel. (Alain Rischard/Editpress)
(Alain Rischard/Editpress)
(Alain Rischard/Editpress)
(Alain Rischard/Editpress)
Staatsanwalt Georges Oswald. (Alain Rischard/Editpress)
(Alain Rischard/Editpress)
12.03.2013. In den Zeugenstand, der ehemalige BMG-Chef, Ben Geiben. Er galt lange Zeit als tatverdächtig. (Jean-Claude Ernst)
(Jean-Claude Ernst)
Ben Geiben stellt sich den Journalistenfragen. (Hervé Montaigu)
Andreas Kramer auf dem Weg in den Gerichtssaal. (Pierre Matgé)
Geibens Gegenspieler vor Gericht: der Zeuge Theodor Wormeringer. Ihm gegenüber soll Geiben gesagt haben, er sei der Bommeleeër. Geiben: "Ich kenne Sie nicht." (Jean-Claude Ernst)
Rechtsanwalt Gaston Vogel spricht mit dem Zeugen Theodor Wormeringer. (Hervé Montaigu)
Zeuge Theodor Wormeringer und der Angeklagte Marc Scheer (Hervé Montaigu)
12.03.2013 Viele Schaulustige wollen dem Showdown Geiben-Wormeringer am Dienstag beiwohnen. (Finn Overdick)
11.03.2013. Zeuge Theodor Wormeringer. Ihm gegenüber soll sich Ex-BMG-Chef Ben Geiben als Bombenleger geoutet haben. (Jean-Claude Ernst)
Portrait-Zeichner am Werk. (Jean-Claude Ernst)
(Jean-Claude Ernst)
Tageblatt-Gerichtsreporter Carlo Kass im Gepräch mit dem Zeugen. (Jean-Claude Ernst)
11.03.2013. Großes Publikuminteresse am 9. Prozesstag. (Finn Overdick)
07.03.2013. Me Gaston Vogel zusammen mit Marc Scheer, einem der beiden Angeklagten. (Pierre Matgé)
(Pierre Matgé)
De Bommeleeër? Fantomas in der Cité judiciaire: "Pour tous mes admirateurs, je suis toujours de ce monde. J'ai fait mes cours ni vu ni connu en douce. Comme je peux changer mes identités à ma guise, des innocents payent mes méfaits. A ma place, qu'on se le dise. A bon entendeur salut!" (Finn Overdick)
Beliebtes Fotomotiv. Fantomas auf Besuch in der Cité judiciare. (Pierre Matgé)
(Pierre Matgé)
Die beiden Angeklagten Jos Wilmes (l.) und Marc Scheer zusammen mit Me Lydie Lorang. (Pierre Matgé)
Ob diese Akten Aufschluss über die Bommeleeër liefern? (Pierre Matgé)
Keine Fotos aber Zeichnungen vom Prozessverlauf. (Pierre Matgé)
(Pierre Matgé)
(Pierre Matgé)
(Pierre Matgé)
Marc Scheer (Pierre Matgé)
08.04.2013: Brisante Details aus dem Bommeleër-Prozess. Wo heute die Justiz sitzt, hatte in den 1980'er der Geheimdienst seine Büros. Von dort führte ein Videokabel... (Tageblatt.lu)
Einem Besucher wird ein Zugangsbadge ausgehändigt. (Pierre Matgé)
(Pierre Matgé)
05.02.2013 Phantombilder die in den 80er Jahren von den Ermittlern erstellt wurden.
(Ingo Zwank)
28.02.2013 Tag 4 des Bommeleeër-Prozesses. Am Eingang des Gerichtssaals ein Demonstrant: Der Bruder des Angeklagten Jos Wilmes. "Mein Bruder und mein Freund (Marc Scheer) sind keine Kriminellen. Sie haben die Bomben nicht gelegt", heißt es auf dem Plakat. (Jean-Claude Ernst)
Das Gericht nimmt am Donnerstag die Sprengstoffattentate 1984 bis 1986 unter die Lupe. (Jean-Claude Ernst)
Bei den Attentaten war Sprengstoff verwendet worden, das wenige Monate vor Beginn der Anschlagsserie in mehreren Gruben und Steinbrüchen im Lande entwendet worden war. (Jean-Claude Ernst)
Allzu schwer war den Tätern der Diebstahl von Sprengmaterial nicht gefallen. (Jean-Claude Ernst)
Bei einem zweiten Einbruch in Helmsange etwa hatten die Diebe den Schlüssel im Kleiderschrank eines Arbeiters gefunden. (Jean-Claude Ernst)
Erhebliche Quantitäten Sprengstoff ließen sie mitgehen. In Helmsange verschwanden 25 kg Luxit. Auf unserem Foto: Strafverteidigerin Lydie Lorang. (Jean-Claude Ernst)
... durch die Kasematten im Bockfelsen zu einer Videokamera in der damaligen sowjetischen Botschaft in Dommeldingen. (Tageblatt.lu)
Bei einem weiteren Einbruch, diesmal in Steinbrüchen der Firma Feidt wurden gleich 82 kg entwendet. (Jean-Claude Ernst)
350 kg waren es bei Einbrüchen in Altwies, Senningerberg, Ernzen und Brouch. (Jean-Claude Ernst)
27.02.2013 Tag 3 des Bommeleeër-Prozesses. (Jean-Claude Ernst)
... (Jean-Claude Ernst)
Auch am dritten Verhandlungstag im Bommeleeër-Prozess kommt die Geheimarmee Stay Behind und ihre Beziehungen zum Geheimdienst SREL und zur Affäre zur Sprache. (Jean-Claude Ernst)
Wichtige Beweise dazu seien verschwunden. (Jean-Claude Ernst)
Grobes Geschütz fährt die Verteidigung am dritten Verhandlungstag auf. (Jean-Claude Ernst)
Me Vogel schildert vor Gericht die Geschichte des Netzwerks. Dabei spricht er von Staatsterrorismus. (Jean-Claude Ernst)
Die Verteidigung thematisiert Stay Behind, die Geheimarmee in den Nato-Ländern im Kalten Krieg... (Jean-Claude Ernst)
...und ihre möglichen Verbindungen zur Bommeleeër-Affäre. (Jean-Claude Ernst)
19.03.2013. Letzte Vorbereitungen auf den 14. Prozesstag. (Fabrizio Pizzolante)
Die Verteidigung von Jos Wilmes und Marc Scheer, die beiden einzigen Angeklagten, vermutet Beziehungen zwischen Stay Behind und der Anschlagsserie. (Jean-Claude Ernst)
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(Jean-Claude Ernst)
(Fabrizio Pizzolante)
26.02.2013. Tag 2 des Bommeleeër-Prozesses. (Jean-Claude Ernst)
Jos Wilmes und Marc Scheer wird vorgeworfen, als ehemalige Mitglieder der Brigade mobile der Gendarmerie in den Jahren 1984 bis 1986 an den Bombenanschlägen unmittelbar beteiligt gewesen zu sein. (Jean-Claude Ernst)
Die beiden Strafverteidiger Lydie Lorang und Gaston Vogel betonten erneut die schlampige Vorgehensweise der ermitteldenden Behörden. (Jean-Claude Ernst)
... (Jean-Claude Ernst)
Gaston Vogel (Jean-Claude Ernst)
Lydie Lorang (Jean-Claude Ernst)
... (Jean-Claude Ernst)
... (Jean-Claude Ernst)
Marc Scheer und Jos Wilmes (Jean-Claude Ernst)
... (Jean-Claude Ernst)
Me Gaston Vogel umgeben von Journalisten. (Fabrizio Pizzolante)
... (Jean-Claude Ernst)
... (Jean-Claude Ernst)
Die beiden Angeklagten Jos Wilmes und Marc Scheer sitzen bereits eine halbe Stunde vor Verhandlungsbeginn im Gerichtssaal. (Pierre Matgé)
Zuschauer im Gerichtssaal. (Pierre Matgé)
25.02.2013. Am ersten Prozesstag werden die Zeugen aufgerufen. 90 Zeugen werden in den kommenden Wochen gehört. (Jean-Claude Ernst)
Me Vogel prangert Schlampereien bei den Ermittlungen an. (Jean-Claude Ernst)
Die Prozessbesucher versuchen in erster Linie einen Blick auf die zwei beschuldigten ehemaligen BMG-Mitglieder Jos Wilmes (l.) und Marc Scheer (r.) zu erhaschen. (Jean-Claude Ernst)
Unter den Zeugen sind auch Premier Jean-Claude Juncker... (Jean-Claude Ernst)
...Ex-Srel-Agent Frank Schneider... (Jean-Claude Ernst)
... (Jean-Claude Ernst)
Fortsetzung des Bommeleeër-Prozesses am Bezirksgericht Luxemburg. Am Dienstag hatte insbesondere ein Phantombild die Verteidigung interessiert, das nach dem Anschlag auf das Gerichtgebäude in Luxemburg erstellt worden war.
Der Abgebildete ähnele doch sehr dem Gründer der Spezialeinheit der Gendarmerie Ben Geiben, hatte Me Gaston Vogel gesagt. Man sollte die Zeichnung mit Fotos des Betroffenen aus jener Zeit vergleichen. Was am Mittwoch geschieht. Ermittler Carlo Klein, der erneut im Zeugenstand ist, sagt, dass eine gewisse Ähnlichkeit mit Geiben vorhanden sei. Geiben soll in den kommenden Wochen als Zeuge gehört werden.
Schwere Vorwürfe gegen den Ermittler
Die Verhandlung begann am Mittwoch mit schweren Vorwürfen der Strafverteidiger gegen Ermittler Carlo Klein. Er habe seine Arbeit nicht ordnungsgemäß durchgeführt, wird ihm vorgeworfen. Vor den Augen einer Zeugin hätten Ermittler wichtige Fußspuren zerstört, sagte Me Gaston Vogel. Richterin Sylvie Conter und Staatsanwalt Georges Oswald wollen die Zeugin hören.
Im Visier des Gerichts stehen am Mittwoch die restlichen Anschläge. So jener auf einen Strommast am 30. November 1985 in Heisdorf. Der Cegedel-Mast war vollständig zerstört worden. Die Täter wollten wohl den Stromzufuhr für Kirchberg unterbrechen. Dort sollte wenig später ein EG-Gipfel stattfinden.
Zeugen beobachteten den Vorfall
Auch beim Anschlag von Heisdorf beobachteten Zeugen den Vorfall. Ein Person sah einen Mann aus dem Wald laufen, eine Frau soll ein belgisches Auto gesehen haben. Ein weiterer Zeuge will drei Männer in Arbeitsanzügen auf einem Feldweg gesehen haben.
Beim Anschlag beim Konferenzzentrum auf Kirchberg, am 2. Dezember 1985, explodierte nur ein kleiner Sprengsatz. Er soll aus einem Auto geworfen worden sein, heißt es. Wenige Tage später wurde ein Mann festgenommen, welcher mehrere Kilogramm Dynamit in seinem Haus gelagert hatte. Gab es eine Verbindung, will die Verteidigung wissen?
Auto flog vier Meter durch die Luft
Am 16. Februar ging die Anschlagsserie weiter. Im Visier der Attentäter befand sich dieses Mal das Haus von Notar Camille Hellinckx. Eine starke Detonation schleuderte das Auto der Tochter des Notars vier Meter durch die Luft. Der Schaden am Haus ist enorm. Fast zwanzig andere Gebäude wurden in Mitleidenschaft gezogen.
Es gab zwar keine Zeugen, jedoch ging bei der Polizei ein Brief der mutmaßlichen Attentäter ein. «Go on losing», heißt es unter anderem in dem Schreiben.
Schließlich explodierte am 25. März 1986 die letzte Bombe, vor dem Haus des Ex-Gendarmerie Colonels Jean-Pierre Wagner in Luxemburg-Belair. Auch hier ist der Schaden groß. Nach diesem Anschlag kontrollierte die Polizei die Post. Sie erhofften sich damit Hinweise auf die Täter zu erhalten, fanden aber nichts.
Objekte gaben keinen Aufschluss
Danach widmete sich das Gericht den bei den Attentaten genutzten Objekten. Aber auch die Analyse der Erpresserbriefe ergab kein Resultat. Man fand zwar Fingerabdrücke, aber nicht die dazugehörige Person, so der Ermittler im Zeugenstand. Auch die am Tatort gefundenen Stiefel, die Taschenlampen, die Quecksilberschalter, die Sprengkabel, die Benzin-Kanister lieferten keine Spur zu den Tätern.
Die Ermittlungen führten zu keinem Resultat unter anderem, weil die Gendarmerie und die Polizei mehr gegeneinander, als miteinander arbeiteten. Kommuniziert wurde damals nur über das Haustelefon. Die Hauptermittlungen wurden von der Gendarmerie druchgeführt. 16 Beamte ermittelten zwischen 1984 und 1988. In einer zweitn Phase beschäftigten sich zwei Sonderkommissionen mit dem Fall. Unter den Ermittlern war auch der angeklagte Joseph Wilmes. Die Brigade Mobile wurde jedoch schnell wieder aus den Ermittlungen ausgeschlossen.
Gaston Vogel zitierte aus einem Bericht eines Beamten. Dort geht von «Verschleierung», «Telefon-Abhöraktionen» und dem Verschwinden von Gendarmerie-Offizieren tagsüber die Rede. Auch kritisierte er den Mangel an Zusammenarbeit zwischen den Ermittlern und den Untersuchungsrichtern. Ermittler Klein konnte diese Aussagen nicht bestätigen. Er spricht von «prekären» Situationen bei einigen Kollegen. Die Bommeleeër sollen Insider-Wissen über die Ermittler gehabt haben. Auch berichtete der Zeuge von «hierarchischen Problemen» innerhalb der Ermittlergruppe.
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