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Gespaltene Gesellschaft

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Ginge es den aktuellen Wahlberechtigten in Luxemburg nach, blieben sie auch bei den kommenden Parlamentswahlen unter sich. Eine Mehrheit lehnt das Wahlrecht für Nicht-Luxemburger ab.

58 Prozent der Luxemburger lehnen laut einer Umfrage von TNS Ilres im Auftrag von RTL und Luxemburger Wort das Wahlrecht für Nicht-Luxemburger bei den Parlamentswahlen ab. Hingegen würden 80 Prozent der Nicht-Luxemburger sich dafür aussprechen. 57 Prozent aller Befragten, Luxemburger und Nicht-Luxemburger, würden das Ausländerwahlrecht befürworten.

Befragt worden waren 1.046 Einwohner zwischen dem 6. Und 13. Dezember. Zu einem Zeitpunkt, als das Vorhaben der Regierungskoalition in dieser Frage bereits klar war. Laut Koalitionsprogramm soll die Bevölkerung sich in einem Referendum zum Ausländerwahlrecht äußern.

Die Zustimmung bei den Luxemburgern fällt mit zunehmendem Alter. 60 Prozent der über 60-jährigen lehnen das Ausländerwahlrecht.

Unklar ist auch die Haltung der Bevölkerung in Sachen Wahlfreiheit zwischen Religionsunterricht und Werteunterricht oder Einführung eines einheitlichen Werteunterrichts bei gleichzeitiger Abschaffung des Religionsunterrichts in der Schule. Jeweils 45 Prozent der Befragten sprachen sie für die Wahlfreiheit bzw. für die Einführung eines Werteunterrichts aus. Eine vor kurzem von derselben TNS-Ilres im Auftrag des Bistums erstellte Umfrage zum selben Thema hatte ein deutlicheres Bild gezeichnet. Dort hatten sich 72 Prozent für das Beibehalten der Wahlfreiheit ausgesprochen.