Frauen, die nicht älter sind als 25 Jahre, verdienen im Durchschnitt in ihrem ersten Job 6,2 Prozent mehr als ihre männliche Kollegen. Das geht aus einer CEPS/INSTEAD Studie hervor, die die Gehälter von 2009-2012 bei einer Ersteinstellung von Frauen und Männer im Alter zwischen 15 und 25 Jahren unter die Lupe genommen hat.
Die Löhne für männliche Fahrzeugführer und Bauarbeiter sind 8,5 Prozent höher als die der Frauen. Bei den Stellvertretern und Führungskräften liegt der Unterschied bei 5,2 Prozent zugunsten der Männer, 2,6 Prozent bei den Handwerkern, 2,7 Prozent bei den Landwirten und 1,9 Prozent beim nicht qualifizierten Personal. Auch männliche Informatiker, Architekten und Ingenieure bekommen mehr Gehalt als Frauen. Dies erklärt sich vor allem dadurch, dass in all diesen Bereichen die Belegschaft sich größtenteils aus Männern zusammensetzt, so die Studie.
Bessere Ausbildung
Allerdings sind die Gehälter der Frauen bei einer Ersteinstellung in intellektuellen und wissenschaftlichen Bereichen (+4,5 Prozent) sowie im Verkaufsgeschäft (+1,8 Prozent) höher als die der Männer. Die Studie begründet dieses Phänomen damit, dass Frauen in den Genuss einer besseren Ausbildung als ihre männlichen Kollegen kommen. In der Altersgruppe 35-64 Jahren verdienen Männer im Durchschnitt wieder mehr als Frauen.
Die Gehälterunterschiede in Luxemburg zwischen beiden Geschlechtern sind im Vergleich zu anderen EU-Staaten aber sehr gering. Männer verdienen, alle Altersgruppen inbegriffen, im Durchschnitt 8,7 Prozent mehr als Frauen. Auf EU-Ebene belegt Luxemburg somit Rang 4. In Slowenien sind die Lohunterschiede am geringsten (0,9 Prozent) und in Estland am höchsten (27,7 Prozent).
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