2013 waren die Einnahmen der Gesundheitskasse geringer als die Ausgaben. Das geht aus den Jahreskonten und der Abschlussbilanz hervor, die am Mittwoch vom Direktionskomitee der CNS einstimmig angenommen worden sind.
Die Einnahmen beliefen sich auf 2,381 Milliarden Euro, die Ausgaben bei 2,403 Milliarden Euro. Die Mindereinnahmen werden dank der Reserven kompensiert. Diese beliefen sich Ende 2013 auf 295 Millionen Euro. Im Vergleich zu 2012 stiegen die Ausgaben um rund 7,8 Prozent. Sie machen 5,2 Prozent der Bruttoinlandproduktes aus. Der Staat bleibt mit 911 Millionen Euro (40,1 Prozent) der größte Einzelbeitragszahler der CNS. Die Versicherten führten im selben Zeitraum 1,399 Milliarden Euro ab. Das CNS-Direktionskomitee spricht von einem insgesamt zerbrechlichen Gleichgewicht und mahnt strukturelle Reformen und weitere Sparmaßnahmen an.
Über 2 Milliarden für Naturalleistungen
Die Naturalleistungen stellten 2013 mit 2,048 Milliarden Euro den Löwenanteil an den Ausgaben. Davon flossen 823 Millionen Euro für medizinische Leistungen außerhalb des Krankenhauses u.a. für Arzthonorare, Labor-Analysen, Arzneimittel und Kuren. 755 Millionen Euro kassierten die Spitäler. Das Gros der Ausgaben entfiel mit 1,577 Milliarden Euro auf Leistungen in Luxemburg. Medizinische Behandlungen im Ausland kosteten 369 Millionen Euro.
Die Geldleistungen beliefen sich auf 247,4 Millionen Euro. Seit der Einführung des Einheitsstatuts übernimmt der Arbeitgeber die Lohnfortzahlung auch für die ehemaligen Arbeiter. Die Gesundheitskasse zahlt erst ab Ende des Monats, in dem der 77. Abwesenheitstag liegt.
Die Gesundheitskasse erfasste 2013 508.712 Versicherte, die in Luxemburg wohnen. Hinzu kommen noch 247.473 Versicherte mit Wohnsitz im Ausland und deren medizinische Versorgung in der Regel im Herkunfstland erfolgt. Insgesamt zählte die CNS 756.185 «Kunden», ein Plus von 2,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können