Eine Stunde lang wütete das Unwetter am Sonntagabend über Luxemburg. Rettungseinsätze am laufenden Band, überschwemmte Straßen, umgeknickte Bäume, beschädigte Dächer, kaputte Fahrzeuge… Doch auch Betriebe erwischte der Sturm knallhart. So etwa der Gemüsebetrieb «Téintener Geméis».
«Ich arbeite seit 12 Jahren in diesem Betrieb und habe so etwas noch nie gesehen», so Sam Everad, zuständig für die Produktion bei «Téintener Geméis», gegenüber Tageblatt.lu. 7 von 10 Hektar Gemüseanbau wurden beschädigt. Vor allem Salat und Kohl sind hin. Nur die Zwiebeln blieben verschont.
Der Gemüsebetrieb ist Teil eines 148-Hektar-Bauernhofes. «Téintener Geméis» beliefert unter anderem die Luxemburger Supermarktkette Cactus, verkauft ihr Gemüse aber auch direkt am Bauernhof in Tuntingen.
«Versichern lohnt sich nicht»
«Wir haben die Kulturen nicht versichert», so Everad. «Dies ist zu teuer und lohnt sich in Luxemburg nicht.» Nun habe man einen quasi Totalausfall der Produktion, ein Risiko mit dem man leben müsse. In den letzten 12 Jahren sei dies noch nie passiert.
Ob noch andere landwirtschaftliche Betrieb von den Folgen des Unwetters betroffen sind, ist unklar. «Wir haben noch keine konkreten Hinweise auf beschädigte Kulturen bekommen», so Pol Gantenbein, Generalsekretär der Landwirtschaftskammer, auf Nachfrage von Tageblatt.lu. Zu diesem Zeitpunkt sei es noch zu früh um eine Bilanz der möglichen Schäden zu ziehen, so Gantenbein.
Zu Demaart
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