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Erst im 2. oder 4. Trimester

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LUXEMBURG - Die nächste Indextranche steht erst im zweiten Trimester oder Ende 2015 an. Die TVA-Erhöhung soll sich nur moderat auf die Preisentwicklung niederschlagen, sagt Statec.

Die Anfang 2015vorgesehene Erhöhung der Mehrwertsteuer um zwei Prozent wird sich nicht voll auf die Preise niederschlagen. Der Preisanstieg beliefe sich auf 1,4 Prozent, hat Statec für das Jahr 2015 errechnet. Die nächste Indextranche dürfte es daher frühestens im zweiten Trimester 2015 geben.

Dass die Anpassung der Löhne und Renten an die Preisentwicklung nach hinten verschoben wird, ist bekannt. Der Konsumentenschutz ULC hatte daher bereits zu Wochenbeginn die Regierung aufgefordert, per Gesetz die Auszahlung der Index-Tranche auf März 2015 festzuschreiben.

Die Inflationsrate schätzt Statec für dieses Jahr auf 0,7 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 1,7 Prozent. Die sogenannte hausgemachte Inflationsrate liegt höher als die allgemeine Rate. Nicht berücksichtigt werden bei dieser Berechnung jene Waren, deren Preise auf internationalen Märkten gebildet werden, so etwa Treibstoff oder Kaffee. Diese hausgemachte Inflation soll 2015 auf 1,7 Prozent steigen. Ohne TVA-Erhöhung würde sie bei 1 Prozent liegen.

Niedrige TVA auf vielen Konsumartikeln

Dass die Mehrwertsteuererhöhung nicht voll durchschlägt, wird mit der doch großen Anzahl an Konsumartikeln erklärt, die auch weiterhin nicht besteuert werden oder auf die der superreduzierte MWSt-Satz von 3 Prozent erhoben wird. Das gilt u.a. für Lebensmittel. Außerdem geht Statec davon aus, dass Unternehmen in Konkurrenzsituation ihre Gewinnmarge vor MWSt reduzieren werden, um Kundenverlust zu vermeiden. Die TVA-Erhöhung würde sich nur teilweise bzw. schrittweise auf die hausgemachte Inflation niederschlagen. Anders hingegen beim Treibstoff. Hier werde die Mehrwertsteuererhöhung integral weitergereicht.

Statec zufolge wird eine nächste Indextranche im zweiten Trimester 2015 oder im vierten Trimester fällig werden, je nach Entwicklung der Erdölpreise.