Donnerstag22. Januar 2026

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Eine Steuer, die das Land zahlen wird

Eine Steuer, die das Land zahlen wird

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LUXEMBURG - Ein Inventar jener Einkommen, die derzeit nicht progressiv besteuert werden, ist wohl wichtiger als die Frage der Anhebung des Spitzensteuersatzes, meint Zentralbankchef Gaston Reinesch im Le Quotidien.

Luxemburgs Wettbewerbsfähigkeit muss gestärkt werden. Das ist eine der wichtigen Aufgaben, denen sich nach Ansicht von Zentralbankchef Gaston Reinesch die Regierung stellen muss. Beeinträchtigt werde die Kompetitivität auch von der negativen Entwicklung der Lohnkosten im Vergleich zu den anderen Euro-Ländern. Als weitere priotäre Aufgabe bezeichnete er im Gespräch mit Le Quotidien am Montag die Sanierung der öffentlichen Finanzen und die Wahrung von Gerechtigkeit und Solidarität im Lande.

Die geplante Erhöhung der Mehrwertsteuer sei nur als ein Teil des Maßnahmepakets der Regierung zu sehen, so der Zentralbanker. Der Ausfall der Mehrwertsteuer auf den Online-Handel ab 2015 werde zu einer Verarmung des Landes führen, da diese Einnahmen bisher von Nicht-Gebietsansässigen bezahlt wurden. Die Anhebung der Mehrwertsteuer bedeute, dass diese Steuer in Zukunft von Gebietsansässigen bezahlt wird, so Reinesch.

Bei der direkten Besteuerung der physischen Personen sollte eine adäquate Progression gewährleistet werden. Auch sollte ein Inventar alle jener Einkommen erstellt werden, die nicht besteuert werden. Diese Frage ist laut Reinesch vielleicht noch wichtiger als jene, ob der Spitzensteuersatz angehoben werden soll.