Das seit einem Jahr aus Kostengründen eingemottete Arbed-Gebäude an der Avenue de la Liberté in Luxemburg soll von der Bank of China für 100 Millionen Euro gekauft werden. Vor der Schließung im Jahr 2013 wurde das Gebäude für Weiterbildungskurse der ArcelorMittal-Mitarbeiter genutzt. Auch die Informatik- und die Personalabteilung des Stahlriesen befanden sich dort.
Das Sandsteingebäude war in den Jahren 1920 bis 1922 auf dem Plateau Bourbon errichtet worden und wurde seitdem als Geschäftssitz des Luxemburger Stahlproduzenten genutzt. 1940 bis 1945 war der Bau der Sitz der Zivilverwaltung von Gauleiter Gustav Simon.
Es sollte ein Musuem werden
déi Lénk sind über die Zukunft des Arbed-Gebäudes besorgt. Sie sendeten am Mittwoch eine Dringlichkeitsfrage an den Regierungschef, die Kulturministerin, den Wirtschaftsminister und den Arbeitsminister. Die Partei erinnert an den architektonischen Wert des Gebäudes. Das Arbed-Gebäude beinhaltet mehrere Stilelemente aus verschiedenen Epochen. Aus diesem Grund sei es unter Denkmalschutz gestellt worden, so déi Lénk. Es sei im Rahmen der Urbanisierung des Bourbon-Plateaus ein wichtiger Bestandteil der Verbindung zwischen der Oberstadt und dem Bahnhofsviertel gewesen. Eigentlich sei an dieser Stelle ein Museum geplant gewesen, so déi Lénk am Mittwoch.
Die Partei schlägt vor, dass der Staat das Gebäude für einen «symbolischen Preis» «übernimmt» anstatt, dass es verkauft wird. Aus Respekt für die «Opfer der Stahlbarone», so déi Lénk. Als zukünftige Zweckbestimmung stellt sich déi Lénk vor, eine öffentlich rechtliche Einrichtung und warum nicht, das Parlament dort anzusiedeln.
Zu Demaart
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