Zwischen 1980 und 1983 war Mario Schmitz bei der Luxemburger Armee Soldat. Am Donnerstag schildert er vor Gericht eine Militärübung unter Teilnahme von US-Soldaten. Er war damals für die Übung ausgewählt worden. Sprechen durfte er darüber mit niemanden. «Sie hatten mich ausgewählt, da die Übung in der Ecke ausgeführt wurde, wo ich wohnte», so Schmitz den Richtern.
Schmitz zufolge wurde er am Flughafen von einem US-Soldaten der Special Forces instruiert. «Ich sollte einen Leihwagen organisieren. Ich liehe den Wagen mit seinem Namen. Wir fuhren in Richtung Mamer.» Im Norden des Landes sollten in der Nacht mehrere US-Soldaten mit einem Fallschirm abspringen. Schmitz sollte sie in der Nacht an einem bestimmten Sammelpunkt in einem Wald bei Mamer aufnehmen. Ihr Auftrag war es. die Sicherheit und die Wache auf dem WSA-Militärlager in Bettembur zu testen. Sie sollten dabei ins Lager eindringen und dort einen Gegenstand deponieren.
Schmitzs Aufgabe bestand darin, die Männer zu einem bestimmten Zeitpunkt bei Bettemburg wiederaufzunehmen. Als die Männer jedoch nach der vereinbarten Zeit nicht kamen, habe er seine Mission abgebrochen. Ein Anruf auf Herrenberg in Diekirch klärte ihn auf: Die Mission sei schiefgelaufen. Es stellte sich heraus, dass es sich um eine normale Nato-Übung handelte, so Schmitz. Von Stay-Behind wusste er zu diesem Zeitpunkt nichts.
Me Gaston Vogel sieht hier wieder eine Stay Behind-Verschwörung. Richterin Sylvie Conter entgegnet: Ich glaube nicht, dass jede Nato-Übung in Luxemburg ein Stay Behind-Training war.
Schmitz war der einzige Zeuge des heutigen Prozesstages, der nach knapp vierzig Minuten zuende ist.
Zu Demaart
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