Am Freitag (12. Dezember) lesen alle Imame in Luxemburg, die Mitglieder der Shoura sind, den gleichen Text bei ihrem Freitagsgebet. Mit der Aktion will sich die muslimische Gemeinschaft an ihre Mitglieder, an junge Menschen an die Gesellschaft in Luxemburg wenden. Dabei reagiere man auf die «Übergriffe auf den Islam in den Medien und der öffentlichen Meinung», schreibt die Shura in einer Mitteilung am Montag.
«Die Medien sind an uns herangetreten, um auf die Frage zu den Dschichadisten eine Antwort im Rahmen unserer Möglichkeiten zu geben», heißt es. Der am Freitag vorgelesene Text des Gebets ist die erwartete Antwort, schreibt die Shura ohne auf Details einzugehen.
Ende November bestätigte Außenminister Jean Asselborn, dass sechs Menschen aus Luxemburg in den Dschihad nach Syrien gezogen sind. Darunter auch Steve Duarte, der sich als einziger radikaler Islamist derzeit in Syrien aufhält und den Krieger-Namen Abu Al Muhadjir Purtughali trägt. Zwei seien dort gefallen, zwei weitere seien wieder nach Luxemburg zurückgekehrt, so Asselborn. Der letzte im Bunde wurde nach Spanien abgeschoben.
Zu Demaart
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