Donnerstag29. Januar 2026

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Ein Denkmal für die ermordeten Juden

Ein Denkmal für die ermordeten Juden
(Arno Burgi)

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Luxemburg bekommt ein Denkmal in Erinnerung an die jüdischen Opfer des Genozids während des Zweiten Weltkriegs.

Vor kurzem der Artuso-Bericht über die Rolle der Verwaltungskommission bei der Verfolgung der Juden in Luxemburg, vor sechs Jahren der Bericht über die Plünderung jüdischen Eigentums – die düsteren Kapitel seiner Geschichte beschäftigen Luxemburg noch immer. Nun soll eine Stiftung zur Erinnerung an die Shoah geschaffen werden.

Gespeist wird die Stiftung aus Mitteln sogenannter schlafender Konten, Geldbestände jüdischer Bürger, die seit dem Krieg auf Luxemburger Banken schlummern, von ihren Besitzern aber nach dem 2. Weltkrieg nicht in Anspruch genommen wurden, weil sie gestorben sind oder keine Erben hatten.

An die Shoah soll in Luxemburg auch ein Denkmal erinnern, das bei einem jüdischen Künstler in Auftrag gegeben wird. Das geht aus der Antwort von Premierminister Xavier Bettel (DP) auf eine parlamentarische Anfrage des ADR-Abgeordneten Fernand Kartheiser hervor. Zwischen Regierung und dem israelitischen Konsistorium habe es regelmäßig Kontakte gegeben, heißt es.

Die Schaffung der Shoah-Stiftung geht auf einen Bericht des damaligen LSAP-Abgeordneten Ben Fayot zurück, den er 2014 vorgelegt hatte. Im September 2013 hatten sich Regierung und Konsistorium auf konkrete Maßnahmen verständigt. Der Schwerpunkt sollte auf die Erinnerung liegen.

Bereits im Jahr 2009 war der Bericht über die Plünderung jüdischen Eigentums in Luxemburg während der Nazi-Besatzung 1940-1945 fertiggestellt worden. Eine Veröffentlichung ist laut Bettel vorgesehen. Bisher liegt das Dokument nur in elektronischer Form vor. Es enthält mehrere Empfehlungen an die Regierung.

Wo das Monument der Shoah errichtet wird, ist derzeit noch nicht gewusst. Der Künstler wird in den nächsten Wochen in Luxemburg erwartet.