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Direktion will Streik verhindern

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LUXEMBURG - Ein Streik bei Luxair könne noch verhindert werden, sagt Generaldirektor Adrien Ney im Wort-Interview. Gleichzeitig betont er, dass man den Gewerkschaften nicht nachgeben könne.

Widersprüchliche Signale sendet Luxair-Generaldirektor Adrien Ney an die Gewerkschaften. Die bereiten sich auf einen Streik bei der Fluggesellschaft vor. In einem Interview am Montag im Wort sagt Ney, dass seiner Ansicht nach ein Streik noch verhindert werden könne.

Ein Streikkomitee von OGBL, LCGB und NGL-Snep bereitet derzeit eine Arbeitsniederlegung vor. Die Gewerkschaften lehnen die aktuelle Politik der Direktion ab. Die hatte Ende September angekündigt, sich an keinem Kollektivvertrag mehr gebunden zu sehen. Das Resultat ist u.a. das Einfrieren einer Reihe von Automatismen so etwa bei den Lohnerhöhungen aufgrund des Dienstalters.

Vor einem Jahr hatten beide Seiten eine Verlängerung der alten Kollektivverträge (für die Arbeiter und Angestellten) auf ein Jahr vereinbart. In der Zwischenzeit sollte ein neues Vertragswerk ausgehandelt werden. Sämtliche Gespräche sollten jedoch erfolglos bleiben. Ein Jahr nach der Vertragsverlängerung brach der Konflikt folglich erneut aus. «Die Lage beruhigte sich nur deswegen so schnell, weil wir damals nachgaben», sagt Adrien Ney. «Heute aber können wir nicht mehr nachgeben, weil wir es uns wirtschaftlich nicht leisten können», betont er.

Gesprächsvorschlag

Die Direktion ist sichtlich bemüht den Gesprächsfaden nicht vollends abreißen zu lassen. Laut OGBL-Verhandlungssekretär Hubert Hollerich hat sie den Gewerkschaften vorgeschlagen, sich erneut zu treffen. Dort will sie weitere Details vorlegen. Nach Ansicht des OGBL sollte dieses Treffen jedoch vor dem Schlichter stattfinden, so der Gewerkschafter.

Das Schlichtungsamt ist u.a. mit der Frage befasst, ob die Gewerkschaften ihre Streikaktionen noch vor dem 6. November starten können. Bis zu diesem Tag läuft die Schlichtungsprozedur. Während dieser Prozedur sind Arbeitsniederlegungen ausgeschlossen. Laut Gewerkschaften hat die Direktion mit ihrer Ankündigung, sich nicht mehr an die alten Kollektivverträge halten zu wollen, diese Schonfrist gebrochen.

Adrien Ney zufolge wird die Luxair die Flotte in vermutlich zwei Phasen erneuert. Das Cargocenter wird ausgebaut, ein neuer Wartungshangar und eine neue Cateringhalle geplant. Das Jahr werde die Airline mit einem Defizit von vermutlich 8 Millionen Euro abschließen.

Wie am Montagnachmittag bekannt wurde, hat der Präsident des Schlichtungsamtes die Parteien zu einer Sitzung am 9. Oktober eingeladen.