Der OGBL hat den schweren Unfall Ende Juli bei Charleroi zum Anlass genommen, um auf die dramatischen Folgen von Stress und Übermüdung bei LKW-Fahrern hinzuweisen. Am 31. Juli war der Fahrer eines Luxemburger LKW auf der E42 in eine mobile Baustelle gerast. Dabei war ein Arbeiter tödlich verletzt worden. Drei weitere wurden schwer verletzt.
Der Fahrer des LKW sagte gegenüber den Ermittlern, er habe unter Zeitdruck gestanden, die legalen Ruhezeiten habe er nicht einhalten können. Das habe die Unternehmensführung gewusst und die Missachtung der gesetzliche Regeln über Fahrzeiten sei billigend in Kauf genommen worden.
«Es geht einzig und allein um den Profit»
„Es geht nicht um Menschen, es geht einzig und allein um Profit“, kritisiert das Syndikat Straßentransport des OGBL am Montag. „Die wahren Schuldigen sitzen nicht in der Kabine des LKW, sonden in den Zentralen der Transportfirmen“. Seit Jahren prangere die Gewerkschaft die Praktiken der Arbeitgeber an, die die Berufsfahrer zu immer mehr Leistung treiben und die die wenigen Sicherheitsstandards mit List hintergehen.
Schuld an den Missständen trägt laut OGBL auch die Politik. Sie solle diese unmenschlichen Praktiken endlich unterbinden, die Verantwortlichen kontrollieren und bei Vergehen bestrafen.
Zu Demaart
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