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Die Regierung kann neue Akzente setzen

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LUXEMBURG - Die Neuwahlen, die Arbeitslosigkeit und das internationale Engagement Luxemburgs bilden die Schwerpunkte der Botschaft von Großherzog Henri am Vorabend von Weihnachten 2013.

Großherzog Henri hat den Vertrauensverlust in die Politik und die Institutionen bedauert, den das „Aufarbeiten jener Handlungen aus der Vergangenheit“ verursacht hat. Mit diesen Worten erinnerte das Staatsoberhaupt an Dienstagabend indirekt an die Geheimdienst-Affäre, die das Land das Jahr über beschäftigt hat. Auflösung der Abgeordnetenkammer und Neuwahlen seien daraufhin notwendig geworden. Die neue Regierung und das neue Parlament hätten bereits sechs Monate vor Ablauf der regulären Legislaturperiode die Möglichkeit, neue Akzente zu setzen als Antwort auf die „gewaltigen Herausforderungen, die sich dem Land stellen“. Gleichzeitig bedankte sich der Staatschef bei Jean-Claude Juncker für sein Engagement für Luxemburg und Europa.

Viel Platz räumte Großherzog Henri der Problematik Arbeitslosigkeit ein, insbesondere bei jungen Menschen. Der Wandel der Wirtschaft zu einer entwickelten Dienstleistungsgesellschaft unterstreiche die Notwendigkeit, der Jugend die bestmögliche Erziehung zu geben, die später durch berufliche Weiterbildung ergänzt werden müsste.

Sich von Klischees befreien

Dem Staatschef zufolge müsste auch Klischees und Vorstellungen bezüglich verschiedener Berufsbilder entgegengetreten werden. Die Berufsorientierung dürfe sich nicht vom falschen sozialen Stellenwert leiten lassen, der zum Beispiel handwerklichen Berufen anhafte.

Viel Lob gab es für die Arbeit Luxemburgs in der UN und für sein Engagement bei den Friedensmissionen. Das Aufnehmen von syrischen Flüchtlingen in Luxemburg reihe sich in dieses humanitäre Engagement des Landes ein.

Zum Schluss bedankte sich Großherzog Henri für die zahlreichen Sympathiebekundungen anlässlich der Hochzeit von Prinz Félix und Claire Lademacher.