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Die Luxemburger mögen die EU noch

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40 Prozent der Luxemburger Bevölkerung haben eine gute Meinung von der EU, so die rezente Eurobarometer-Umfrage. Pessimistisch bleiben sie hinsichtlich der Arbeitslosigkeit.

Die Luxemburger haben nach wie vor eine gute Meinung von der EU. Der aktuellsten, EU-weiten Umfrage Eurobarometer zufolge sind 3 Prozent sehr positiv und 37 Prozent positiv zur EU eingestellt. 20 Prozent habe jedoch eine ziemlich negative bis sehr negative Einstellung zur Gemeinschaft. Der EU-Durchschnitt liegt bei 31 Prozent Zustimmung. Vor allem bei den jungen Menschen punktet die EU. 50 Prozent sind positiv eingestellt. Bei den Altersgruppen der 25- bis 39-jährigen und 40- bis 54-jährigen liegt die Zustimmung bei 39 Prozent. 40 Prozent der Befragten verhielten sich neutral. Mit 40 Prozent positiver Einstellung gegenüber der EU ist die Begeisterung der Luxemburger in den letzten Jahren stark zurückgegangen. Im Jahr 2000 gaben sich noch 63 Prozent der Befragten europabegeistert..

Mit dem Eurobarometer misst die EU-Kommission die Befindlichkeiten der EU-Bürger. Sie sollen sich über ihre volkswirtschaftlichen Erwartungen und ihre Einstellungen gegenüber der EU äußern. 1000 Personen pro Land werden befragt, in Luxemburg sind es 508.

Die allgemeine wirtschaftliche Situation schätzten 72 Prozent der Luxemburger als gut an. 86 Prozent waren auch mit der finanziellen Situation ihres Haushaltes zufrieden. EU-weit waren lediglich 63 Prozent mit ihrer persönlichen wirtschaftlichen Lage zufrieden. Bei ihrem Blick in die Zukunft gaben sich die Luxemburger Befragten jedoch pessimistisch. Nur 47 Prozent waren der Ansicht, dass sich die Wirtschaftslage nicht ändern werde (EU-Mittel: 45 Prozent). Eine Mehrheit meinte, dass die Folgen der Krise auf den Arbeitsmarkt sich noch verschlimmern werde. Das Schlimmste stehe noch bevor, meinten 55 Prozent. Der EU-Durchschnitt liegt hier bei 50 Prozent.

Arbeitslosigkeit und Wohnungsbau

Als größtes Problem des Landes betrachteten 49 Prozent der Luxemburg die Arbeitslosigkeit. Damit lagen sich weit vor Deutschland (20 Prozent), Frankreich (43 Prozent) und Belgien (43 Prozent). Eine der höchsten Raten wurde mit 71 Prozent in Portugal ermittelt.

Anderes großes Problem für die Luxemburger ist der Wohnungsmarkt (38 Prozent der Befragten). Damit landete das Land im Vergleich mit den Nachbarländern weit abgeschlagen vorn. In Deutschland beläuft sich dieser Wert auf 7 Prozent, in Belgien und Frankreich auf jeweils 6 Prozent.
Das Problem Immigration beschäftigte die Luxemburger laut Eurobarometer nicht besonders stark. Nur 11 Prozent stuften es als eines der wichtigsten Probleme des Landes ein. Zum Vergleich: In Deutschland und Belgien waren es jeweils 16 Prozent, in Frankreich 12 Prozent. Der EU-Durchschitt liegt bei 12 Prozent.

Kaum Sorgen machten sich die Luxemburger über die Zukunft des Rentensystems (7 Prozent). Anders die Deutschen mit 19 Prozent und die Belgier mit 13 Prozent.