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Die Koalition weiss es noch nicht

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LUXEMBURG - Wie hält es die Regierung mit der Prostitution? Eine eindeutige Meinung hat die Koalition noch nicht. Der Denkprozess sei noch nicht abgeschlossen.

In Frankreich werden in Zukunft die Freier bestraft, die Prostituierten nicht. Prostitution ist formell nicht verboten. Ob diese rezente Entscheidung der Nationalversammlung die Luxemburger zu einem ähnlichen Gesetzentwurf anrege, wollten die CSV-Abgeordneten Diane Adehm und Gilles Roth wissen. Oder schlage man eher die Richtung ein, die im grünen Wahlprogramm vorgezeichnet ist: Anerkennung der freiwilligen Prostitution als Beschäftigung, für die Sozialbeiträge zu entrichten sind.

Eine eindeutige Antwort will Justizminister Félix Braz („déi gréng“) nicht geben. Die Regierung habe ihren Denkprozess in dieser ernsten Angelegenheit noch nicht abgeschlossen. Zumal die Frage am Tag nach der Vereidigung der Regierung gestellt wurde. Die Regierung beabsichtige eine breite Debatte über Prostitution in Luxemburg, um eine Lösung zu finden, die auf den gegenseitigen Respekt zwischen Mann und Frau begründet, so die blumige Antwort von Braz, der jedoch betont, dass ein gesetzliches Rahmenwerk für die Prostitution vorgesehen ist.

Dabei wiederholt Braz lediglich das, was im Koalitionsprogramm auf Seite 136 zum Thema steht: «Le Gouvernement élaborera un cadre légal pour la prostitution non forcée qui mettra l’accent sur l’aide aux prostitué(e)s afin de les sauvegarder de l’illégalité.»