In Zeiten von Facebook, Instagram und Tumblr ist es gar nicht mehr ungewöhnlich, dass zwei Menschen sich online kennen und lieben lernen. Gerade in Luxemburg, wo jeder über gemeinsame Freunde irgendwie mit dem gesamten Land vernetzt ist und man sich schnell auch im Alltag über den Weg läuft.
Weil das Anflirten von „Fremden“ in sozialen Netzwerken oft den Rausschmiss aus der Freundesliste und eine Blockade nach sich zieht, werden Dating-Portale für die Partnersuche bevorzugt. Sich hinter einem falschen Profilbild und Lebenslauf zu verstecken ist dort jedoch bedeutend einfacher, da vor allem über private Nachrichten kommuniziert wird und keine Listen mit „echten“ Freunden gepflegt werden, vor denen man sich im realen Leben rechtfertigen müsste. Dies öffnet die Türen sperrangelweit für Betrügereien aller Art, vor denen BEE SECURE mit einer neuen Kampagne warnt.
Wann sollten Ihre Alarmglocken läuten
Es gibt weder ein Wundermittel noch einen technischen Schutz gegen Betrüger auf E-Dating-Portalen. Kriminelle haben es oft auf leicht verwundbare Opfer abgesehen, die zu allem bereit sind, um die große Liebe zu finden. Skepsis ist oberste Priorität. Vor allem in folgenden Fällen:
• Ihre Kontaktperson überrascht Sie sehr schnell mit einem Liebesgeständnis. Tatsächlich haben Online-Betrüger keine Zeit zu verlieren.
• Ihre Kontaktperson ist im Import-Export tätig und muss für einige Tage ins Ausland verreisen. Dies ist ein typisches Szenario für einen Flirtbetrug.
• Die Webcam Ihrer Kontaktperson funktioniert nie. So können Sie auch nicht sehen, dass Ihr Gegenüber in Wirklichkeit nichts mit seinem Profilfoto gemeinsam hat.
• Vielleicht hat die Webcam auch ganz eigenartige Macken: Sie können zwar eine Person auf dem Bildschirm erkennen, jedoch ist das Bild sehr unscharf und/oder die Person scheint nicht auf das zu reagieren, was Sie sagen. Oder aber es gibt keinen Ton. Ist dies der Fall, handelt es sich wahrscheinlich um ein Video, das im Vorfeld aufgezeichnet (oder gestohlen) wurde, und das nichts mit Ihrer Kontaktperson zu tun hat. Fordern Sie ihn/sie zu einer simplen Geste auf, z.B, sich mit den Fingern durchs Haar zu streichen. So können Sie sich vergewissern, dass die Person, die Sie auf Ihrem Bildschirm sehen, auch wirklich die Person ist, mit der Sie sprechen.
• Ihre Kontaktperson bittet Sie schnell darum, die Gespräche auf Skype oder Facebook fortzusetzen. So muss sie nicht weiterhin die Abo-Gebühren fürs Online-Dating-Portal bezahlen. Vermeiden Sie es, mit einer unbekannten Person über Facebook Kontakt aufzunehmen.
• Ihre Bekanntschaft bittet Sie in einem angeblichen Notfall um Geld – und Sie sind der einzige Mensch auf der Welt, der ihr helfen kann (Unfall, Flugticket um Sie zu besuchen, …). Schuldzuweisungen und unter-Druck-Setzen sind zwei beliebte Techniken, um Sie zum Geldtransfer zu bewegen. Geben Sie auf keinen Fall nach!
• „Falsche Singles“ auf der Suche nach einem Seitensprung können Sie recht schnell entlarven, indem Sie die richtigen Fragen stellen. Wenn er/sie am Abend oder am Wochenende nie Zeit hat, ist das ein schlechtes Zeichen. Dasselbe gilt, wenn er/sie Sie nicht zu sich nach Hause einladen will.
• Wenn es zu einem Treffen im echten Leben kommt, sollten Sie unbedingt einen öffentlichen Platz für die erste Begegnung wählen. Außerdem sollte eine Vertrauensperson über das Treffen informiert werden oder sich gar unauffällig in der Nähe aufhalten.
• Leider gibt es auch Menschen, die versuchen ihr Geschäft auf Partnerbörsen zu betreiben, sprich Prostitution. Manchmal ist dies zu Beginn nicht klar erkennbar: Deshalb noch einmal: Sobald Geld ins Spiel kommt, sollten Sie die Flucht ergreifen.
• Auch die Dating-Portale selbst sind ein Geschäft: Unbedingt die Geschäftsbedingungen (AGBs) der Seite genau durchlesen, denn die versteckten Kosten können in die tausende gehen.
• Und vor allem: Informieren Sie sich und lesen Sie Erfahrungsberichte von Menschen, die bereits viel Erfahrung im E-Dating haben.
Weitere Informationen und Links zu Opferberichten finden Sie auf der Webseite von www.bee-secure.lu
Zu Demaart
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