Etliche Pressekonferenzen und Erklärungen der Regierungsmitglieder konnten die Gewerkschaften bisher nicht überzeugen können. OGBL, LCGB und CGFP lehnen die Regierungspolitik nach wie vor ab. Nochmals bestätigten die Gewerkschaftschefs Jean-Claude Reding (OGBL), Patrick Dury (LCGB) und Romain Wolff (CGFP) dies am Freitag anlässlich eines Treffens. Dabei wurden vor allem die Sparmaßnahmen aus dem «Zukunftspak» analysiert. Man habe festgestellt, dass sie in die falsche Richtung zeigen, sagte uns am Nachmittag Jean-Claude Reding. Sie seien sozial unausgewogen und würden die Kaufkraft der Haushalte beeinträchtigen.
Gemeinsam will man nun Widerstand leisten. Am 20. November findet eine gemeinsame Vorständekonferenz der drei Gewerkschaften statt. Eingeladen werden die Verantwortlichen der verschiedenen Strukturen der Gewerkschaften. Mit dieser Entscheidung wird Gewerkschaftsgeschichte geschrieben, gab es doch derlei Zusammenkunft bisher noch nicht.
Das Treffen dürfte mit der Verabschiedung einer gemeinsamen Resolution zu Ende gehen. Darin wird man die Regierung auffordern, ihre Politik zu überdenken und abzuändern.
Premierminister Xavier Bettel hatte sich am frühen Nachmittag nach der Ministerratssitzung zu Gesprächen mit den Gewerkschaften bereit erklärt. Seine Tür stehe immer offen, sagte er.
Zu Demaart
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