Um der schwindenden Kaufkraft entgegenzuwirken wurde in Luxemburg ein Indexmechanismus eingeführt, der garantieren soll, dass Preis- und Lohnentwicklung sich etwa die Waage halten. Während sich vor einigen Jahren noch alle Parteien zum Index in seiner Ursprungsform bekannten, gibt es mittlerweile auch Vorschläge, den Indexmechanismus zu reformieren. Ganz abschaffen will ihn dennoch noch keine Partei:

Déi Lénk will den Index wieder komplett herstellen, ohne Manipulation, ohne Deckelung und ohne Verschiebung.

Den Index will die ADR wiederherstellen, ist aber auch dafür, dass Alkohol und Tabak aus dem Warenkorb gestrichen werden.

In den Augen der Kommunisten darf es keine Manipulation des Index geben und der Indexmechanismus muss wieder komplett in Kraft gesetzt werden. Indextranchen von 2,5% müssen in dem Monat ausbezahlt werden, in dem sie anfallen und es soll eine minimale Indextranche von 70 Euro eingeführt werden.

Die DP ist gegen den gedeckelten Index, dafür soll aber nur noch maximal eine Indextranche pro Jahr ausgezahlt werden und es soll den Unternehmern möglich gemacht werden, mit den Arbeitnehmern einen Solidarpakt auszuhandeln, der vorsieht, eine Indextranche ausfallen zu lassen, und im Gegensatz die Arbeitgeber verpflichtet, die Jugendarbeitslosigkeit zu verringern.

Die Piratepartei fordert eine Deckelung des Indexes ab dem Dreifachen des Mindestlohns.

Der modulierte Index soll, wenn es nach déi Gréng ginge, wie geplant, 2014 auslaufen. Sollte es aber notwendig sein, den Index zeitweise auszusetzen, so soll dies im Dialog mit den Sozialpartnern geschehen.

Die LSAP fordert, den Index zu erhalten und auch in schlechten Zeiten mindestens eine Indextranche pro Jahr zu gewährleisten.

Für die CSV ist klar: es darf künftig nur noch eine Indextranche pro Jahr geben. Gesundheits- und umweltschädliche Produkte sollen ganz aus dem Indexwarenkorb entfernt werden.

Die PID äußert sich nicht zum Thema Index in ihrem Wahlprogramm.
Zu Demaart
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