12:05 ++ «Wir hoffen, dass Claude Meisch uns gehört hat», sagte Pol Reuter (Unel) Tageblatt-Journalist Kim Hermes nach der Kundgebung. Die Schüler und Studenten seien zu Gespräche bereit. Beraten wollen sich die Organisatoren des Streiks jedoch am 5. Mai mit der Basis. Infos dazu auf www.streik.lu.
Reuter bedauerte, dass die Einsparungen dank der Reform des Börsengesetzes (70 Millionen Euro) bereits im Budgetgesetz festgehalten wurden, obwohl das Studienbörsengesetz noch nicht verabschiedet worden sei.
Der Unel-Vertreter erwartet sich Entgegenkommen der Regierung in der Frage der Mobilitätsbörse und beim Börsenteil, der nach sozialen Kriterien vergeben wird. Hier sollte die Kinderzahl im jeweiligen Haushalt berücktsichtigt werden. Schwieriger werde es wohl bei der Forderung nach Verdoppelung der Basisbörse, meint Reuter.
12:00 ++ Die Kundgebung ist vorbei. Sie verlief ohne Zwischenfälle. Mehrere Schüler mussten jedoch von den Rettungskräfte medizinisch versorgt werden.
Der Schülerstreik erfreute nicht nur die Organisatoren sondern auch die Restaurant-Betreiber. Zahlreiche Restaurants in der Oberstadt platzen aus allen Nähten. Viele Schüler hätten vor der Demo Tisch reserviert. Ein Gastronom: «Heute ist ein guter Tag. Wir freuen uns sehr über die Demonstranten und ihre Forderungen …»
11:52 ++ Die Kundgebung neigt sich ihrem Ende zu. Die Demonstranten werden zu einem Treffen am 5. Mai aufgerufen.
11:50 ++ Via Twitter kündigt das Parlament eine Debatte zwischen Hochschulminister Claude Meisch DP) und seine Vorgängerin Martine Hansen (CSV) auf Chamber-TV am kommenden Montag um 20:00 Uhr an.
11:47 ++ An den Schülern und Studenten werde gespart, doch die Tram werde gebaut. Die Vorgänger-Regierung habe den Mudam errichtet. Der Geheimdienst bekommen Geld, aber gespart werde an der Bildung, heißt es. «No border, no nation, free education.» Begleitet werden die Wortmeldungen durch Trommelgeräusche.
11:44 ++ «Wir müssen jetzt weitermachen, andernfalls wir untergehen werden», meint ein Redner. Ein anderer schlägt die Legalisierung von Cannabis vor. Dadurch käme Steuergeld in die Staatskassen.
Belgian students are fully supporting our neighbours in Luxembourg today in their strike against education cuts!! #streik6670 @__VVS__
— Sarah Tuytschaever (@stuytschaever) 25. April 2014
11:42 ++ Die offiziellen Ansprachen sind vorbei. Wer möchte, kann sich an die Demonstranten richten.
11:41 ++ Das Streikkomitee schätzt die Teilnehmerzahl auf über 17.000. In die Abwesenheitslisten der Schulen hatten sich 14.500 Personen eingetragen.
11:40 ++ Unel-Sprecher Pol Reuter zufolge hat Schulminister Claude Meisch die Schüler heute zum Gespräch eingeladen. Heute werde man jedoch nicht dorthin gehen, sagt Reuter.
11:39 ++ Erste Schüler verlassen den Platz. Die Polizei zieht ihrerseits Kräfte zusammen.
Viele Schüler sind wegen dem «Spass» hier. Besser als in der Schule sitzen, sagen sie. «Ich habe da was von Kürzungen gehört, aber nicht genau verstanden, um was es da geht», sagt ein Teilnehmer.
11:37 ++ Wir streiken nicht nur gegen die Reform, sondern auch für unsere Zukunft, sagt Jean Wivenes vom LGL-Schülerkomitee. Und Sarah Diederich fügt hinzu, dass die Reform nicht nur den Studenten sondern auch dem Land schade.
#streik6670 Daat as einfach genial! Voll Ënnerstëtzung vun Basel! #RäichElterenFierJiddereen
— Kahr Patrick (@kahrpatrick) 25. April 2014
11:36 ++ Nicht nur Schüler halten sich am Clairefontaine-Platz und den umliegenden Straßen auf. Die Demonstration hat auch etliche Schaulustige angelockt. Ein älterer Herr an einer Straßenecke: «Alles Blödsinn. Sowas gab es bei uns nicht. Die sollen auf die Schule und was lernen und nicht hier rummeckern», meint er.
11:34 ++ Nun ergreifen Jean Wivenes und Sarah Diederich vom Schülerkomitee LGL das Wort.
11:31 ++ Falls Meisch sein Gesetzprojekt realisiert, werden weniger Personen studieren. Dabei seien Bildung und Wissen die einzigen Ressourcen Luxemburgs, sagt Steinmetzer. Wo bleibt da die Nachhaltigkeit? Bei der Bildung spare man nicht.
11:27 ++ «Wir sind nicht für Euer Haushaltsloch verantwortlich», sagt ihrerseits Milena Steinmetzer, Organisatorin der Unel.
«Ich demonstriere wegen der Kürzungen. Aber was da genau gekürzt oder gestrichen wird, weiß ich nicht so genau», sagt Sandrine, Schülerin im LTMA, die sich die Reden anhört.
11:26 ++ Man gehe nun gestärkt in die nächsten Verhandlungen, sagt Reuter. Man sei bereit zum Dialog.
11:23 ++ Was Schulminister Claude Meisch vorschlägt, ist eine Diskriminierung der Kinder von Grenzkindern, etwa von Thionville, die in Paris studieren, sagt Reuter. (Die Mobililitätsprämie wird in Zukunft nur den Studenten gezahlt, die in einem anderen Land als den Wohnsitz der Eltern studieren. d.R.)
11:22 ++ Nächster Redner ist der Unel-Vertreter Pol Reuter.
11:20 ++ Es sei einfach für Kürzungen zu stimmen, die Deputierten seien nicht mehr an der Universität, sagt Lopez. «Es geht um unsere Studien, um unsere Zukunft, unser Leben.» Werde die Reform so umgesetzt, werde nicht mehr jeder Schüler in Zukunft studieren können.
11:18 ++ Erster Redner ist Kevin Lopez von der Conférence nationale des élèves du Luxembourg (Cnel).
11:17 ++ In Erwartung der Ansprachen vertreiben sich die Demonstranten die Zeit mit La-Olo-Wellen.
11:13 ++ Alle Demonstrationszüge sind am Platz Clairefontaine angekommen. Und es strömen noch immer Schüler und Studenten dazu. Die Polizei hat alle Hände voll zu tun. Trompeten- u nd Pfeiffenlärm. Vereinzelt explodieren Böller.
11:03 ++ Hektik bei der Polizei. Nicht geht mehr auf dem Clairefontaine-Platz. Die Polizei führt jetzt die Protestzüge durch verschiedene Straßen zum Platz. Sowas habe er noch nicht erlebt, sagt ein Polizist.
11:01 ++ Die Polizei hat die Zahl der Demonstranten aus Richtung Limpertsberg auf 3500 geschätzt. Die Streikenden gehen von einer weit größeren Beteiligung aus.
10:56 ++ Die Schüler lassen kein gutes Haar an der Regierung. «Dir sot kierzen, mir soe stierzen», rufen sie auf der Place Clairefontaine – nur wenige Meter vom Gebäude, in dem derzeit der Ministerrat tagt. «Forever a loan», schreien sie.
10:49 ++ Bereits ist ersichtlich: Die Place Clairefontaine wird zu klein sein, meldet Tageblatt-Journalist Kim Hermes.
10:40 ++ Als Erste treffen die Streikenden vom Campus Geesseknäppchen auf der Place Clairefontaine ein. «Bildung für alle und zwar umsonst», singen die Schüler.
Die Demonstranten vom Bahnhofsplatz ziehen nun über die Brücke. Die ersten Böller fliegen.
10:34 ++ Die Place Clairefontaine ist derzeit noch menschenleer. In Bewegung gesetzt haben sich auch die anderen Demonstrationszüge. Der Corso vom Campus Geesseknäppchen ist in der Innenstadt angekommen.
Rund zwei Dutzend Polizsten begleiten den Protestzug aus Richtung Bahnhof.
10:25 ++ Der Demonstrationszug, der vom Bahnhofsplatz startete, nähert sich lautstark der Passerelle. Von dort geht es in die Oberstadt.
«Meisch, du Kluni, mir wëllen eng Uni», skandieren die Schüler. Der Protestzug wird immer wieder unterbrochen. Vo allen Seiten kommen neue Schüler und Studenten hinzu.
10:19 ++ Noch immer treffen Busse und Züge mit Schülern am Bahnhof ein. Sie werden jubelnd begrüßt.
10:15 ++ Kurzer Zwischenstopp an der Gabelung Nei Avenue/Al Avenue, um Nachzügler die Zeit zu geben, aufzuschließen. «Spueren un der Bildung = Doud vun der Zukunft», heißt es auf einem Plakat.
10:07 ++ Der Demonstrationszug hat sich vom Bahnhofsplatz in Richtung Al Avenue in Bewegung gesetzt. «Weem seng Bildung, eis Bildung», rufen die Schüler. «Weem seng Strooss? Eis Strooss». Begleitet wird der mehrere Tausend starke Demonstrationszug von lautes Pfeifengetöse und Sirenen.
«Wir mussten sie ziehen lassen, zu viele Menschen», so ein Polizeisprecher. Die Polizei spricht von 4000 Schülern allein bei diesem ersten Demonstrationszug.
09:51 ++ Die Polizei hat sich auf die Manifestation vorbereitet. Am Morgen hatten in Esch mehrere Polizeibeamte die Schüler der Escher Lyzeen bis zum Bahnhof begleitet, wo sie kurz vor neun den Zug nach Luxemburg nahmen.
Weider Impressiounen vun Esch #streik6670 pic.twitter.com/L5Ct1JICOy
— Claude Biver (@ClaudeBiver) 25. April 2014
Die drei Protestzüge münden auf die Place Clairefontaine, wo das Abschlussmeeting stattfindet. Die Platz ist bereits am Morgen abgeriegelt worden.
D’Clairefontainesplatz hu se sou wäitreimech oofgespaart, dass just nach d’Halschecht vun de Leit drop kommen… #Streik6670
— Myriam (@Punk_Frog) 25. April 2014
09:33 ++ Die ersten Schüler sind bereits am Hauptbahnhof Luxemburg eingetroffen. Rund 500 Demonstranten warten auf ihre Mitschüler. Vor Ort bereits Streikende aus Diekirch. Protestbanner werden verteilt.

vlnr: Sven, Tom, Hugo, eric und Jo vom Lycée classique aus Diekirch. Jo: Die «massiven» Kürzungen betreffen mich in naher Zukunft.
09:16 ++ Die Schüler und Studenten wehren sich gegen die geplante Verschlechterung der Studienbehilfen. Sie fordern unter anderem mindestens eines Verdoppelung der allen Studenten zustehenden Basisbörse. Die soll laut dem aktuellen Gesetzesvorschlag 2000 Euro pro Jahr betragen. Schulminister Claude Meisch hat im 100.7-Interview diese Forderung zurückgewiesen, würde sie doch den Staat rund 50 Millionen Euro kosten.
Fortan soll es ein dreigliedriges System geben. Die Basisbörse beträgt 2.000 Euro pro Jahr. Studenten, die in einem anderen Land studieren als in dem, wo ihre Eltern leben, sollen 2.000 Euro Mobilitätsbörse erhalten. Die Sozialbörse von maximal 2.500 Euro gibt es ganz, teilweise oder gar nicht, je nach Einkommen der Eltern. Hinzu kommt die Möglichkeit eines Darlehens von insgesamt 6.500 Euro zu vergünstigtem Zinssatz.
08:50 Uhr ++ In drei Demonstrationszügen wollen sich die Schüler ab 10:00 Uhr bzw. 10:15 Uhr Richtung Place Clairefontaine in Bewegung setzen. Sammelpunkte sind der Campus Geesseknäppchen, der Glacis und der Bahnhofsvorplatz in Luxemburg, wo die Schüler aus den anderen Lyzeen des Landes erwartet werden. Kurz vor neun Uhr herrschte hier Alltagsverkehr. «Noch alles ruhig», meldet unser Mann vor Ort, Finn Overdick.
Wer nicht an der Kundgebung teilnehmen kann, kann seine Solidarität mit den Streikenden virtuell äußern. Wie Shankar Poncelet, Student in Oxford, Ohio (USA).
#streik6670 Support from Oxford, Ohio USA
http://t.co/owGpEbVnX7
— Shankar Poncelet (@ShankarPoncelet) 25. April 2014
Das Streikkomitee hatte eine «Online-Demonstration» gestartet. Interessenten werden gebeten, sich mit einem entsprechenden Blatt mit dem Vermerk Nein zu 6670 vor ihrem Schulgebäude ablichten zu lassen, und das Foto dann einzuschicken.
Zu Demaart






















































































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