Ständig steigende Tabakpreise, vor allem in Frankreich, haben jüngst die Zahl der Tabaktouristen in Luxemburg zugenommen. Bislang auf einen Radius von etwa 50 Kilometern begrenzt, kommen zunehmend Raucher aus der französischen Stadt Nancy zum Zigarettenkauf nach Luxemburg. Angesichts dieser Tatsache richteten zwei Abgeordnete von „déi gréng“ (Josée Lorsch und François Bausch) eine parlamentarische Frage zum Tabaktourismus in Luxemburg an den Finanzminister Luc Frieden.
Aus dessen Antwort geht hervor, dass etwa 85 bis 90 Prozent der in Luxemburg verkauften Zigaretten im Ausland geraucht werden. Bei den Käufern handele es sich in großer Mehrheit um Grenzgänger, die ohnehin jeden Tag nach Luxemburg fahren oder um LKW-Fahrer im Transit, so der Finanzminister. Etwa 400 Millionen Euro kassiere der Luxemburger Staat allein bei diesen Verkäufen allein an Akzisen. Hinzu kommen noch Einnahmen aus der Mehrwertsteuer.
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