In Europa kann man in fast allen Küstengewässern und auch in den meisten Flüssen und Seen unbeschwert baden. Die Badegewässerqualität nehme insgesamt zu, so die EU-Kommission am Montag. Bereits lange vor Beginn der Badesaison, im Mai, hatte die Brüsseler Behörde den europäischen Badestellen gute Noten ausgestellt. Jetzt auf dem Höhepunkt der Badesaison erinnert sie nochmals daran, dass Europas Bürger ihren Urlaub am Strand unbeschwert genießen können.
95 Prozent der Küstengewässer entsprechen den EU-Mindeststandards. Bei den Stränden an Flüssen und Seen sind es immerhin noch 91 Prozent. Geprüft wurden 22.000 Badestellen. Sie wurden auf Schadstoffen und Bakterien untersucht, so etwa E-coli-Bakterien, die auf Abwasser oder Abfälle aus der Tierhaltung hinweisen können, so die EU-Kommission.
Hervorragedne Wasserqualität in Zypern und Luxemburg
Spitzenreiter ist 2012 Zypern und Luxemburg. Alle Badegewässer zeichnen sich Brüssel zufolge durch eine hervorragende Wasserqualität aus. Sehr gut schnitten auch Malta, Kroatien und Griechenland ab. Schlusslichter sind Belgien, die Niederlande und das Vereinigte Königreich. Dort erfüllten 13, bzw. 7 und 6 Prozent der Badestellen nicht die Mindestanforderungen.
Die gute Bewertung Luxemburgs war im Mai angezweifelt worden. Das zuständige Ministerium melde einige belastete Flüsse nicht mehr als Badegewässer nach Brüssel, obwohl sie von den Touristen als solche benutzt würden, so déi Gréng. Sie sprachen von Etikettenschwindel. Die Antwort aus dem Innenministerium: Sauer und Ur seien sowieso nicht zum Baden und Schwimmen geeignet, weshalb sie seit 2012 nicht mehr auf der Liste der Luxemburger Badegewässer geführt würden.
Zu Demaart
Sie müssen angemeldet sein um kommentieren zu können