Donnerstag22. Januar 2026

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CSV fordert von der LSAP Abbitte

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Luxemburgs Sozialisten sollen den französischen Kameraden ins Gewissen reden. Die hätten den EVP-Kandidaten Juncker als Regierungschefs eines Steuerparadieses bezeichnet.

Die CSV hat sich schützend vor dem Spitzenkandidaten der EVP bei den Europawahlen gestellt. Nach der Ernennung Jean-Claude Junckers zum Fahnenträger der EVP hatten die französischen Sozialisten (PS) die Wahl kritisiert, weil Juncker fast 20 Jahre „der Regierungschef eines Steuerparadieses“ gewesen sei und „die Steuerflucht symbolisiere“. Daran erinnert die CSV am Dienstag und fordert gleich die LSAP, sich von diesen Attacken auf Luxemburg und Juncker zu distanzieren. Sie sollte das unter anderem mit einer Pressemitteilung tun.

Tun die Luxemburger Sozialisten das nicht, droht die CSV mit Vergeltung. Dann werde sie „den Luxemburgern zur Kenntnis bringen, dass sie die Attacken der französischen Sozialisten gutheißen“.

Erzürnt ist die adr ihrerseits mit Arbeitsminister Nicolas Schmit (LSAP). Er hatte am Montagabend auf dem Europakongress seiner Partei die adr in die Ecke des französischen Front National der Marine Le Pen und der niederländischen Partij voor de Vrijheid von Geert Wilders gedrückt. Mit denen will die adr nicht verglichen werden. Die adr habe ihre europäische Familie längst gefunden, so die Partei am Dienstag. Sie sei Mitglied der Allianz der Europäischen Konservativen und Reformisten (AECR). Der würde beispielsweise auch die Partei des aktuellen britischen Premierministers David Cameron angehören. Und überhaupt täte Nicolas Schmit besser, sich um die hohe Arbeitslosenrate zu kümmern, giftet die adr.
Der Wahlkampf hat begonnen.