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Cargolux beschäftigt erneut die Politik

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Cargolux gerät erneut ins Visier der Politik. In einer parlamentarischen Anfrage will CSV-Chef Marc Spautz eine Bestätigung für den angekündigten Transfer eines Frachters von Luxemburg nach Italien.

Im September wird Cargolux Luxemburg seiner italienischen Tochter Cargolux Italia eine zweite Frachtmaschine zur Verfügung stellen. Das hatte Cargolux-CEO Dirk Reich am Dienstag bestätigt. Die Piloten und der LCGB befürchten eine Auslagerung von Tätigkeiten von Luxemburg nach Italien. Diese Befürchtungen greift nun CSV-Parteichef und Ex-Gewerkschafter Marc Spautz in einer parlamentarischen Anfrage an Nachhaltigkeitsminister François Bausch («déi gréng») auf.

Ob es zutreffe, dass eine zweite Maschine an Cargolux Italia in Mailand gehen soll, fragt Spautz. Welche negativen Folgen dies für das Cargocenter in Luxemburg haben könnte? Ob Cargolux Italia Flüge zwischen Mailand und Zhenghzou, der Hauptstadt der chinesischen Provinz Henan, durchführen werde, und das auf Kosten des Cargocenters Luxemburg, so eine weitere Frage. Die Investitionsgesellschaft der Provinz Henan HNCA ist mit 35 Prozent an Cargolux beteiligt. Die Vereinbarung HNCA-Cargolux sieht die Entwicklung der Flughäfen von Luxemburg und Zhenzhou zu Drehkreuzen für Cargolux vor.

Spautz weist in seiner Anfrage darauf hin, dass Cargolux Italia die Flugrechte für mehrere asiatische Länder besitzt und die Anfangsgehälter für Piloten in Italien niedriger als in Luxemburg sind. Der LCGB hatte am Montag auf ein mögliches Outsourcing hingewiesen. Laut Cargolux-Direktion steht dieses Vorpreschen im Zusammenhang mit den bevorstehenden Kollektivvertragsverhandlungen bei der Frachtgesellschaft. Das Unternehmen will die Produktionskosten in Luxemburg senken.