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Brauerei Diekirch: Von 64 auf 0

Brauerei Diekirch: Von 64 auf 0

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Bei der Brauerei Diekirch wird niemand entlassen werden. Am Freitag unterschrieben Luxemburgs Direktion und Gewerkschaften einen Beschäftigungsplan (Plan de maintien dans l’emploi) für maximal 13 Personen.

Der Weiterbeschäftigungsplan garantiert den Betroffenen während drei Jahren den vollen Erhalt ihres aktuellen Gehalts inklusive Prämien und anderer Vergünstigungen.

Zwischen 6 und 13 Personen werden die Brauerei verlassen. Doch arbeitslos werden sie nicht. Der Beschäftigungsplan verpflichtet das Unternehmen, den Betroffenen einen neuen Job  zu vermitteln. Sollten sie hier weniger verdienen, wird die  Brauerei den Unterschied zum alten Lohn kompensieren – und das während drei Jahren. Die Lohngarantie spielt auch, sollte das neue Unternehmen in Konkurs gehen oder die Beschäftigten entlassen werden.

Ursprünglich sollten bei der Brauerei Diekirch 64 Personen entlassen werden. Diese Zahl konnte auf Null gedrückt. Einerseits weil die Bierproduktion aufrechterhalten wird, andererseits wegen des am Freitag unterschriebenen Beschäftigungsplans. Verlassen müssen vor allem die Mitarbeiter, die bisher im Logistikbereich gearbeitet haben.

1.250 Euro pro Dienstjahr

Wer das Unternehmen auf eigene Faust verlassen will, weil er selbst einen neuen Job gefunden hat, hat laut Vereinbarung Anspruch auf die Auszahlung der normalen Kündigungsfrist. Auch wird ihm eine Prämie in Höhe von 1.250 Euro pro Dienstjahr ausbezahlt.

OGBL-Verhandlungssekretär Romain  Daubenfeld zeigte sich erfreut über das Verhandlungsergebnis. Auch wenn es neun Monate bedurfte, um hierhin zu kommen, so der Gewerkschafter. Doch das sei vermutlich bloß ein  Etappensieg. Unklar sei nach wie vor, wie lange noch tatsächlich Bier im Braustädtchen gebraut werde, sagte er tageblatt.lu.

lmo