Dies kommt vor allen Dingen durch die Aufkündigung der bisher gezahlten Wohnungszuschüsse zustande. Diese wurden bislang für Dienstwohnungen gezahlt, weil Polizisten je nach Dienststelle in einem Umkreis von 5 Kilometern zum Arbeitsplatz wohnen müssen. Diesen Zwang will die Regierung abschaffen, gleichzeitig jedoch auch die bisher gezahlten Leistungen für Kanalisations- und Abfallgebühren. Während der Karnevalsferien erhielten daher viele Polizisten ein Schreiben, in dem diese Zahlungen zum 31. Mai aufgekündigt werden. Für SNPGL-Präsident Pascal Picquier ist dies völlig unannehmbar. Je nach Gemeinde beziffere sich der Verlust zwischen 4.580 und 5.240 Euro im Jahr.
Einen weiteren finanziellen Verlust erleiden zahlreiche Polizisten, weil es in den Graden P7 und P7bis Änderungen gab. Hierdurch gelangen etwa 200 Polizisten nicht in den Genuss von 15 zusätzlichen Gehaltspunkten, obwohl sie hierauf Anspruch hätten – ein monatlicher Verlust von rund 250 Euro.
Vorteile
Die Gewerkschaft will jetzt vor das Verwaltungsgericht ziehen, um diesen Punkt zu klären. Generell hat das Syndikat den Eindruck, dass vor allen Dingen auf dem Buckel der unteren Dienstgrade eingespart werden soll.
Die «Cadres supérieurs» hingegen würden alle mit Dienstwagen ausgestattet, die als schnelle Einsatzwagen deklariert seien. Insgesamt würden solche und andere Vorteile den Staat rund eine Million Euro im Jahr kosten.
40 Manager
«Brauchen wir wirklich 40 Manager?», so die Frage von Pascal Picquier, die er selber verneinte. Die Führungskräfte hätten sicher alle gute Schulen besucht, jedoch keine Ahnung von der Polizeiarbeit vor Ort. «Wie kann man etwas managen, was man nicht kennt?», so Ricquier. Es würden Entscheidungen getroffen, die vor Ort nicht umsetzbar seien.
Aus diesem Grunde fordert die Gewerkschaft, dass die Posten der Regionaldirektoren mit Leuten besetzt werden, die wissen, was die tägliche Praxis bedeutet.
Nach der Generalversammlung am 25. März will man mit weiteren Punkten an die Öffentlichkeit gehen. Darunter Fusionen von Kommissariaten, die auf keiner Rechtsgrundlage fußen würden, und die Problematik der Polizeimunition.
Zu Demaart
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