Am Samstag fand auf dem Areal der Familie Vosman zwischen Marienthal und Keispelt eine Großübung statt. Das Szenario: In einer grösseren Lagerhalle kam es durch einen elektrischen Defekt an einer Arbeitsmaschine zu einem Grossbrand. Mehrere Unfälle, die durch die Reaktionen des Personals ausgelöst wurden, folgten.
Beim Eintreffen der ersten Rettungsmannschaften konnte bei der Lageerkundung davon ausgegangen werden, dass sich in der Lagerhalle noch mehrere Arbeiter befanden, darunter zwei Kinder. Im Hinterhof rammte ein Mähdrescher, der noch in Sicherheit gebracht wurde, durch das hektische Wegrangieren eine dort stehende Baggerschaufel und klemmte dabei unglücklicherweise den Oberarm eines Mitarbeiters ein.
Realitätsnah
Ein fast realitätsnahes Szenario, das dann noch durch perfekt angebrachte Verletzungsmuster durch die Make-Up Artistin Carrie Fiorese die besondere Note verlieh, und auch die zahlreich eingetroffenen Gemeindevertreter ins Staunen versetzte.
Die Bergung der im Aussenbereich befindlichen Opfer erfolgte zügig. Das Auffinden der Personen im Innenbereich der völlig verrauchten Lagerhalle erwies sich hingegen als schwierig. Die hier befindlichen Arbeitsgeräte und Traktoren erschwerten das Vorgehen und die Brandbekämpfung.
Zwei Stunden intensiver Arbeit
Das Löschwasser musste durch das Verlegen einer Zubringerleitung von fast einem Kilometer aus der „Eisch“ zu einem Grosstankanhänger der Wehr aus Simmern, der als Pufferspeicher diente, heraufgepumpt werden. Die Brandbekämpfung konnte nun auch durch einem Monitor einer Drehleiter aus Lintgen erfolgen. Nach fast zwei Stunden konnten alle Opfer gerettet und vom Rettunspersonal erstversorgt werden.
In einem anschliessenden „debriefing“ wurde auf die aufgetretenen Fehler aufmerksam gemacht, was auch Sinn und Ziel solcher Grossübungen ist. Die Verantwortlichen zeigten sich größtenteils zufrieden über den Übungsverlauf, an dem 90 Rettungskräfte teilnahmen.
Zu Demaart












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